Aktion 23

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 Betreff des Beitrags: Orwell vs. Huxley
BeitragVerfasst: 9. Nov 2010, 23:56 
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 Betreff des Beitrags: Re: Orwell vs. Huxley
BeitragVerfasst: 10. Nov 2010, 00:42 
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1984 und Schöne Neue Welt lassen sich nicht auf diese Weise gegeneinander ausspielen, weil beide von völlig unterschiedlichen (bzw. nach liberalem Duktus sogar gegensätzlichen) historischen Prämissen ausgehen. Die Einordnung in die gemeinsame Schublade "Dystopie" bzw. "dystopische Science-Fiction" täuscht hier. 1984 zeichnet eine Welt, in der der Totalitarismus den endgültigen Sieg errungen hat. Schöne Neue Welt zeichnete eine Welt, in der der Liberalismus den endgültigen Sieg errungen hat. Dass Schöne Neue Welt (wenigstens auf den ersten Blick) unserer Wirklichkeit näher kommt, hat den kontingenten Grund, dass auch in unserer Welt der Liberalismus (zumindest vorerst) das Feld dominiert. Im Grunde genommen arbeitet Schöne Neue Welt einfach Nietzsches Dystopie des Letzten Menschen bis zum Äußersten aus, während 1984 mit dem Totalitarismus ein (zur damaligen Zeit) völlig neues gesellschaftliches Phänomen thematisiert. Hinzu kommt, dass 1984 als so ziemlich einziges literarisches Werk die gewaltsame Entpsychologisierung eines Menschen schildert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Orwell vs. Huxley
BeitragVerfasst: 10. Nov 2010, 08:45 
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tarvoc hat geschrieben:
1984 und Schöne Neue Welt lassen sich nicht auf diese Weise gegeneinander ausspielen
Doch, bis zu einem gewissen Punkt schon, weil beide thematisieren, was wir befürchten, wie Kontrolle über uns ausgeübt werden wird. Und den Vergleich finde ich deswegen interessant, weil alle Welt immer Angst hat vor der Dystopie von 1984, während kaum jemand bemerkt, daß wir quasi schon in der Dystopie von Brave New World leben. Die Menschen führen ein berühmtes Stück Fiktion als Beispiel für die Kontrolle an, vor der sie Angst haben, und bemerken kaum, daß sie im Prinzip schon in einer Welt leben, die so stark kontrolliert wird - mit anderen Mitteln, aber ähnlich starker Kontrolle - und die in einem anderen, nicht minder berühmten Buch beschrieben wird. Das ist für mich der viel wichtigere Knackpunkt als "wer hatte recht".

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 Betreff des Beitrags: Re: Orwell vs. Huxley
BeitragVerfasst: 10. Nov 2010, 10:03 
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Auch Alex Jones theamtisiert dies in seinem Film Endgame (jetzt mal unabhängig von dem NWO Brimborium)
Man muß es nicht glauben aber wenn man es als Dokufiktion betrachtet ist da schon der ein oder andere Intressante Punkt bei.

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alias Papst Cerrynt Eiledol von Welodd alias Nede E Lym von Leng alias Baktus Paradonti alias Dr. Dromis Seth, Master Phool im Outer Space, (Mitbe)Gründer der Univers-City of Sockovia, Moonman Winter Dream, aus der dritten Vergangenheit, General Error der Invasionstruppen, Captain der ersten erisischen Kompanei westlich von Osten, Hüter des hailigen GNARV und anderer nutzloser Dinge, Dunkelelfischer Bischof von Betty, Vorstand der Company auf Lebenszeit, Ernenner des Fonsis auf Zeit, der während eines Bades ehrenhaft erleuchtete, Beschützer des rauchenden Orakels am Stiel, exzellenter Züchter der feinsten Flugaffen nördlich von Reykjavík, Eiliger Hailigenpfleger der Aktion 23, (Er)Finder des Starfish Mythos, Transluzenter Geheimniskrämer und unter der Hand Händler, Schieberkönig der Unwissenden, Verfasser von nicht geschriebenen Werken, autorisierter Verkäufer von "Das LichtTM" und "SeelenheilTM", eingeweihter Oberanti der D.A.D. sowie Pharao Hypothep alias Pharao Pontifex zu Popanz von Paranoia Panoptikum, Bürokrat im Büro für Zweckentfremdung, Anwender von Methoden, Eidechsenkönig und Universalgott Nr. 5


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 Betreff des Beitrags: Re: Orwell vs. Huxley
BeitragVerfasst: 14. Aug 2012, 00:07 
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
Und den Vergleich finde ich deswegen interessant, weil alle Welt immer Angst hat vor der Dystopie von 1984, während kaum jemand bemerkt, daß wir quasi schon in der Dystopie von Brave New World leben.

In Wirklichkeit ähnelt unsere Gesellschaft zunehmend einem Mix aus beidem. Auch Brave New World hat einige Schwächen, was auch damit zusammenhängt, dass Huxley (anders als Orwell) keine Ahnung von politischer Ökonomie hatte. Orwell hingegen war in einiger Hinsicht zu optimistisch hinsichtlich z.B. der antitotalitären Wirkung freier Liebe. Die Dystopien, die die gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen am besten darstellen, sind zum einen Terry Gilliams Brazil und zum anderen die Geschichten Philip K. Dicks (z.B. "The Mold of Yancy").

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