Aktion 23

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 5. Jul 2017, 15:55 
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Tarvoc hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Außerdem gibt es eine maximale Menge an Bitcoins. Vielleicht ist auch das ein Faktor.

Das schon eher. Es wäre dann so, dass der Wertzuwachs dadurch entsteht, dass es eben zunehmend mehr Zeit und damit mehr Ressourcen benötigt, um ein Bitcoin zu farmen. Und da der Wert durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt wird, hieße das, dass mit jedem neuen Bitcoin der erzeugte Wert (der dabei eben tatsächlich doch letztlich nur aus den Geräten und dem Strom kommt, bzw. letztlich aus der Arbeitszeit, die zu deren Erzeugung notwendig war) sich gleichmäßig auf alle Bitcoins verteilt. Ein früher gefarmtes Bitcoin ist ja genausoviel wert wie ein später gefarmtes, weil die gegenwärtige notwendige Arbeitszeit die selbe ist, aber die tatsächlich investierte Arbeitszeit war geringer. (Interessanterweise ist es bei den meisten Produkten gerade anders herum, was mit der Produktivkraftentwicklung zusammenhängt. Dass es hier so herum ist, liegt tatsächlich an der künstlichen Verknappung.) Mit anderen Worten, das Ganze ist ein klassisches Pyramidenschema. Diejenigen, die früher mit dem Farmen angefangen haben, profitieren davon, wenn mehr gefarmt wird, da ihre Bitcoins mit relativ weniger Aufwand gefarmt werden als die, die gegenwärtig gefarmt wurden, aber sie in gleichem Maße an Wert zunehmen. Diejenigen, die bereits viele Bitcoins besitzen, schöpfen also den Wert der anderen ab, die jetzt erst anfangen zu farmen.

Allerdings ist dabei natürlich zu bedenken, dass die Rechner schneller werden. Hmmm...


also ich vermute mal ohne künstliche Verknappung gäbe es eine Inflation, so dass der Bitcoin bald nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert werdern würde :kp:

Aber ich kann dir die Frage um die es eigentlich geht leider nicht beantworten. Vielleicht ist es auch eine Blase.
Andrerseits sind schon so einige Kryptowährungen auf dem Markt, man kann also nicht behaupten Bitcoin wäre konkurenzlos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 8. Jul 2017, 10:29 
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Ach eine Sache ist mir noch aufgefallen: Das die Rechner schneller werden dürfte keinen Einfluß auf die maximale Anzahl von Bitcoins haben. Das heißt die künstliche Verknappung bleibt so oder so bestehen.

Es ist ja eine logarithmische Funktion, und zwar eine mit Grenzwert. Wir haben bereits über 5/7 ~ über 70% aller Bitcoins gemeint, selbst eine schlagartige Aussschüttung der restlichen Bitcoins dürfte also die steigende Nachfrage nicht bedienen können.

Allerdings kann man die Bitcoins beliebig klein machen, ich glaube auf 8 Stellen hinter dem Komma.

Ich vermute also, dass die steigende Nachfrage im wesentlichen von Spekulanten selbst generiert wird und früher oder später eben die Blase platzt. Einwände?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 8. Jul 2017, 15:07 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich vermute also, dass die steigende Nachfrage im wesentlichen von Spekulanten selbst generiert wird und früher oder später eben die Blase platzt. Einwände?

Scheint mir korrekt zu sein. Die künstliche Verknappung ist eigentlich ein recht gutes Zeichen dafür, dass das ein Pyramidenschema ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 8. Jul 2017, 15:52 
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normalerweise überleben kryptowährungen das platzen einer solchen blase übrigens, das heißt das der Botcoin dann vermutlich wieder bei 100$ liegt und wieder nur von normalen Benutzern genutzt wird, also solchen, die damit Waren kaufen wollen oder den Bitcoin als Werkzeug nutzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 9. Jul 2017, 11:21 
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ich habe nun etwas recherchiert und denke der gewichtigste Grund für die Wertzunahme des Bitcoins ist die Zunahme des Handelsvolumens im Darknet und Kapitalflucht überhaupt.
Der Bitcoin ermöglicht es also aus dem Schwarzmarkt eine Börse zu machen und in unsicheren Zeiten nicht auf den Staat zu vertrauen und sämtliche Aufsicht durch Behörden zu umgehen. Siehe auch hier: http://t3n.de/news/kryptowaehrungen-boom-warum-824539/

der steigende Preis des Bitcoin ist schon notwendig, um das Handelsvolumen zu decken, siehe kommentare auf der verlinkten Seite.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 9. Jul 2017, 15:37 
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Tarvoc hat geschrieben:
Die künstliche Verknappung ist eigentlich ein recht gutes Zeichen dafür, dass das ein Pyramidenschema ist.
Umgekehrt: Wie sollte eine Währung funktionieren, deren Einheiten jeder (mit einem gewissen Aufwand) in quasi unbegrenzter Menge selbst erzeugen kann? Und soweit ich weiß, liegt die Limitierung auch einfach in den gewählten Parametern. Man könnte diese Parameter ändern, aber das würde im Gegenzug auch andere, technische Eigenschaften der Währung ändern - ein größerer, zu bearbeitender Zahlenraum bedeutet wieder mehr Speicherbedarf etc. ...

Und ja, es weist schon Eigenschaften eines Pyramidensystems auf, aber ich glaube, das ist ursprünglich eher design flaw als Absicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Wert von Bitcoins: aus marxistischer Sicht betrachtet...
BeitragVerfasst: 9. Jul 2017, 17:33 
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
Und ja, es weist schon Eigenschaften eines Pyramidensystems auf, aber ich glaube, das ist ursprünglich eher design flaw als Absicht.

Beim Kapitalismus als solchem ist es ja ein Bisschen von beidem. XD

Aber stimmt: Eine beliebig verfügbare Währung funktioniert nicht. Die Sache ist ja die: Entweder man hat keine Überproduktion (etwa in vormodernen Gesellschaften), dann ist die Geldmenge schon natürlich begrenzt, einfach durch die Begrenztheit des Materials, aus dem man Geld prägt. Oder man hat Überproduktion, dann braucht man eigentlich überhaupt kein Geld, jedenfalls wenn man bedarfsorientiert produziert. Kapitalismus als solcher ist ein künstliches Verknappungssystem, und zwar nicht nur von Geld, sondern von allem. Ein Markt ist ja im Grunde genommen genau das: Ein System, das die produzierten Güter denen, für deren Gebrauch sie bestimmt sind, zunächst mal vorenthält. Letztlich ist das auch ein Pyramidenspiel. Gewinne werden nach oben gedrückt, Verluste nach unten, und man muss ständig neue Märkte erschließen.

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