Aktion 23

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 5. Mai 2018, 18:40 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Aber welche konkreten Folgen hat diese Erkenntniss für mich als Einzelperson?

Hast du doch schon gesagt. Du befasst dich nicht mehr mit dieser Art der "Theorie"bildung und hältst dich von den entsprechenden Institutionen fern. Das ist eine konkrete Folge.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 5. Mai 2018, 18:47 
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Lord von Bielefeld
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Tarvoc hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Aber welche konkreten Folgen hat diese Erkenntniss für mich als Einzelperson?

Hast du doch schon gesagt. Du befasst dich nicht mehr mit dieser Art der "Theorie"bildung und hältst dich von den entsprechenden Institutionen fern. Das ist eine konkrete Folge.


na, die hatte ich aber schon im OP gesagt :-P

edit: freut mich aber, dass ich wohl den richtigen Schluß gezogen habe. Ich habe mir halt irgendwie wohl mehr erhofft als bloß das Abhaken von Unsinn als Unsinn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 5. Mai 2018, 18:51 
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Tarvoc hat geschrieben:
Apfelsator hat geschrieben:
Die Zielsetzung bildet sich ja erst heraus im Prozess der Theoriebildung.

Fehlgeleitet beklagt sich darüber, dass zu wissen, was passiert, den Mächtigen noch nicht gefährlich wird. Zu wissen, was passiert, ist aber eben nicht das selbe wie zu wissen, warum etwas passiert. Dass im Krieg Kriegsverbrechen begangen werden, wissen die Menschen schon, seit es Kriege gibt. Dass Staaten und auch Konzerne wenn auch zu z.T. unterschiedlichen Zwecken massenweise Daten sammeln und Leute überwachen, weiß auch jeder. Wenn sich also eine Enthüllung eines solchen Allgemeinplatzes nicht einordnet in eine Theorie darüber, was gerade insgesamt geschieht und warum, dann bleibt sie in der Tat abstrakt und damit folgenlos. Wenn man Theoriebildung betreibt, ist es besser, Informationen zu haben, als keine zu haben, nicht nur weil Informationen die Theorie zur Korrektur zwingen können, sondern auch, weil sie das Bild vervollständigen. Wenn man keine Theoriebildung betreibt, ist es tatsächlich egal, weil man dann mit den Informationen sowieso nichts macht. Das ist aber eben nicht die Schuld der Informationen.

Informationen "sammeln" kann dreierlei bedeuten. Erstens gezielte Recherche. Zweitens Datensammlung zum Weiterverkauf. Und drittens eine Art Äquivalent zum Briefmarken sammeln.


stimmt, jetzt weiß ich was du meinst, also genauer was du meinst.

@felge
das problem ist dann aber eher dass das "warum" für die durchschnittsbevölkerung nicht so einfach zu verstehen ist, oder viel mehr, um das "warum" zu verstehen, auch bei deinem beispiel, bedarf es halt der kenntnis des theoretischen wissens darüber und um das zu erlangen, musst du zeit "investieren", in kontext der durchschnittlichen arbeiter*innen dann spezifischer "freizeit", von der diese nur eine begrenzte menge zur verfügung haben.

und hier liegt eigentlich dann auch das problem.
es ist nicht unbedingt der unwillen sich mit den theorien zu verschiedenen thematiken(konflikte, sexismus, rassismus und so weiter) richtig auseinander zu setzen, sondern viel mehr dass die meisten menschen nun mal ihre begrenzte "freizeit" im prinzip für ihr komplettes leben einteilen müssen.
dazu gehört dann ja nun mal alles was nicht lohnarbeit ist, also einkaufen, hausarbeit, kochen, essen, sport, hobbies, soziale kontakte zu freunden/familie, liebesleben, erlebtes verarbeiten und natürlich auch von arbeit erholen.
sich da jetzt noch zu den vielen komplexen politischen thematiken ausführlicher zu informieren, dazu haben die wenigsten menschen auch wirklich zeit.

dass diese informationen über wikileaks für alle jederzeit nachlesbar sind(gesetz zugang zum internet), ändert nichts an der tatsache dass es sich dabei um tausende dokumente handelt die du dann eben auch durchlesen musst.

um das mal etwas weniger abstrakt an nem beispiel aufzuzeigen:
ich bin seit ner ganzen weile arbeitslos und bin seit ich 15 bin anarchist und auch als solcher politisch aktiv, ich lese mich oft und viel in ein großen spektrum an thematiken ein, trotzdem, selbst mit der arbeitslosigkeit, habe ich einfach gar nicht die zeit und auch energie mich in alles einzulesen, und die meisten wikileaks sachen kenne ich nur durch einen "filter"(nen blogeintrag, indymedia, journalismus und ähnliches).
das trifft im gröberen sinne auch auf gewisse konflikte und thematiken zu, syrien zum beispiel, da spezifisch rojava/afrin und die YPG/YPJ, wo ich meine informationen zwar von glaubwürdigeren(in meinen augen) aber eben auch persönlicheren quellen habe, seien es freund*innen oder genossin*innen die vor ort waren/sind oder kontakte haben(über info-veranstaltungen, artikel, gespräche und sowas).

wenn es also nicht mal mir gelingt die mich über die meisten thematiken zu informieren, als mensch der politisch sehr interessiert ist und ohne arbeit, oder viel mehr dessen "arbeit" politisches engagement(oh oui oui) als politischer aktivist ist, denkst du wirklich menschen mit vollbeschäftigung und weniger politischen interesse, sich mit thematiken auseinander setzen die sie nur in abstrakter form betreffen(ja, auch die ganze datenklau sachen sind für die meisten menschen abstrakt weil sie keinen direkten, merklichen schaden davon haben), dass also diese menschen dann die energie und motivation aufbringen können oder wollen, um solche abstrakten probleme zu verändern?

im prinzip läuft es doch darauf hinaus dass der kamp um die arbeitszeitverkürzung am anfang des 20. jahrhunderts stehen geblieben ist, während die schiere masse an reiz- und informationsüberflutung kontinuierlich zunahm.
im prinzip wurde die bevölkerung durch ein überangebot befriedet.
während die lohnarbeiter*innen im 19. und anfang des 20. jahrhunderts noch hauptsächlich täglich um ihr überleben kämpfen mussten und es generell weniger gab von allem, sei es kultur, wissen, luxus, produkte, nahrung; haben wir heute die situation dass die bevölkerung von allem ein überangebot vorgesetzt bekommt, mit sachen die, zumindest theoretisch, alle einmal erreichen können(natürlich nicht wirklich weil kapitalismus).

wie schon mehrfach hier erwähnt, die existenzängste aus den anfangszeiten des industriezeitalters sind einer reizüberflutung und damit abstumpfung gewichen.
also aus kapitalistischer sicht durchaus ein erfolg.



fuck, das geschreibsel von mir ist total verwirrend aber ich kann mich grad nicht gut ausdrücken, hoffe es kommt trotzdem rüber was ich ausdrücken wollte?

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 5. Mai 2018, 19:35 
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Lord von Bielefeld
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@apfel

also deine Behautpung ist: Ein vielfältiges Angebot und wenig Zeit (und wenig Geld) für die lohnabhängige Bevölkerung sind ursächlich für eine verflachung der politischen Debatte. Ich stimme partiell zu, denke aber auch der Mangel an Organisation ist ein wesentlicher Grund, weswegen sich das richtige Wissen nicht durchsetzt.

Natürlich, niemand kann alles schaffen. Dementsprechend benötigt auch der politische Kampf eine Arbeitsteilung, was aber eben die Bereitschaft und auch die Möglichkeit vorraussetzt, sich sinnvoll zu organisieren.

Und zwar muß diese Organisation gegen all die Falschinformationen des kapitalistischen Staates anrennen. Und wer weiß, vielleicht ändern die Kapitalisten ja bald ihr politisches System, dann fällt selbst die freie Meinungsäußerung weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 11. Mai 2018, 11:49 
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Gibt übrigens mehrere Petitonen gegen das neue Polizeigesetz in Bayern. Falls das wen interessiert. :kp:

Übrigens auch geil, als was die CSU versucht, diesen Wahnsinn zu verkaufen:
Netzpolitik.org hat geschrieben:
Die Polizei in Bayern darf bald per Staatstrojaner in Chats mitlesen, Daten aus der Cloud abfragen und Post öffnen. Verantwortlich ist die CSU, die angesichts des breiten Protests in der Öffentlichkeit zunehmend in Bedrängnis gerät. Nun meldet sich Innenminister Joachim Hermann zu Wort und behauptet dreist, das neue Polizeigesetz diene in erster Linie dem Datenschutz.
:wat:

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 12. Mai 2018, 12:37 
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Süddeutsche.de hat geschrieben:
[...]Diejenigen jedoch, die am Donnerstag gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz auf die Straße gegangen sind, brauchen sich um Aufmerksamkeit nicht zu sorgen. 30 000 oder vielleicht sogar 40 000 Menschen, solche Massen sind nur alle paar Jahre unterwegs.

In der CSU versuchen sie, sich abgeklärt zu geben, manche Reaktion klingt aber ziemlich verstört. Innenminister Joachim Herrmann erklärt die Zehntausenden zu "unbedarften" Menschen, die von Extremisten manipuliert wurden. Der Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer rechnet aus, dass "0,3 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern" demonstriert hätten. Das zeige, "dass die Bayern fast vollständig geschlossen" hinter der CSU-Politik stünden. Oh Mann, die Herren! [...]

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 14. Mai 2018, 18:31 
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
Süddeutsche.de hat geschrieben:
Das zeige, "dass die Bayern fast vollständig geschlossen" hinter der CSU-Politik stünden.


ahahaha, die sind sooo geil in ihrer kleinen welt xD
na ja, vielleicht entwickelt sich das ja zu ner zweiten münchner räterepublik?
hoffentlich erklären sie diesmal nicht wieder nem nachbarland den krieg weil das keine waffen liefern will :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 23. Mai 2018, 00:10 
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Sieht so aus, als würden Polixisten jetzt schon Linken anonyme Drohbriefe schicken...

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 18. Jun 2018, 10:18 
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Jetzt auch schon in NRW:
no-polizeigesetz-nrw.de hat geschrieben:


Gibt's auch schon wieder Proteste gegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf dem Weg zum Polizeistaat
BeitragVerfasst: 4. Jul 2018, 11:37 
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 ! "Bwana Honolulu":
Verschubst und angepasst.


Der CCC bekommt auf den Sack:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/haus ... 16463.html

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