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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 9. Sep 2018, 15:13 
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Ipsissimus des Fnorums
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Tarvoc hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Die theoretischen Kommunisten haben dann aber das Problem, dass sie keinen Zugang zu den Massen finden weil diese sie überhaupt nicht verstehen können.

Das ist noch nicht mal das Kernproblem dieses Ansatzes, sondern eher ein Symptom. Nehmen wir mal an, die Theoretiker könnten den Leuten vermitteln, wie ihr Bewusstsein ein "falsches Bewusstsein" (übrigens kein Marxscher Ausdruck, sondern ein Adornoscher) ist. Dummerweise ist damit in der Praxis überhaupt noch nichts getan - sogar noch nicht mal eine bestimmte Praxis vorgegeben. Der Zwang von Markt, Konkurrenz und Lohnarbeit ist ja nicht schon damit aufgehoben, dass man die Leute über den Warenfetisch und die Ausbeutung aufklärt. Ideologiekritik ohne politische Praxis führt letztlich einfach zur "reinen Ideologie" des kapitalistischen Realismus, bei dem man die Illusionen, an die man nicht mehr glauben kann, zusammen mit den Verhältnissen, zu denen sie gehören, trotzdem weiter perpetuiert, weil man überhaupt keine Alternative sieht - und sich dann vielleicht damit begnügt, abends am Stammtisch mit Freunden auf die EZLN oder Chavez oder Rojava oder sonst irgendeine linke Bewegung am anderen Ende der Welt anzustoßen.


Eine Konsequenz wäre es, dass niemand mehr zur Wahl gehen würde. Das wär doch ganz schön heftig oder?
Ich bilde mir nicht ein, dass damit der Kapitalismus abgeschafft wär. Aber der Staat könnte von nun an nicht mehr auf freiwillige Mitarbeit zählen, wenigstens nicht in dem Ausmaß wie aktuell.

Aber klar, es haut in die gleiche Kerbe wie richtige Theorie aber kein Hebel. Vielleicht stecken ja Hebel in der Industrie 4.0? Die Analysen des GSP deuten jedenfalls daraufhin, dass Datensicherheit für die Kapitalisten mit zunehmender Vernetzung ein zunehmendes Problem wird. Genauso die Urheberrechte und die damit vebundenen Klagemöglichkeiten.

edit: Das Marx nicht vom falschen Bewußtsein redet verwirrt mich jetzt. Der GSP hat mir Beigebracht, dass ein Bewußtsein eine Summe von Urteilen ist, die wahr oder falsch sein können. Ist das jetzt keine richtige Einschätzung? Außerdem dachte ich die Rolle des Intellektuellen innerhalb der Arbeiterbewegung wäre es jetzt, über falsche Urteile aufzuklären.

Und klar, eine positive Vision wäre vermutlich besser. Aber wo würdest du die verorten?

Vielleicht denkt sich Bucky ja noch eine aus :-D

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 10. Sep 2018, 13:54 
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Ipsissimus des Fnorums
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So, ich war mal bei Marx21, einem trotzkistischen Netzwerk bei die Linke

Wie auch die MLPD lehnt Marx21 den bürokratischen Sozialismus ab, macht für diese Entwicklung jedoch Stalin und nicht Chruschtschow verantwortlich und lehnt im Gegensatz zur MLPD den Maoismus ab. Aber außer der abweichenden Deutung der Geschichte des realen Sozialismus scheint das Programm viele ähnlichkeiten aufzuweisen.
Wie auch die MLPD legt Marx21 den Fokus auf Praxis und die Führung der Arbeiterklasse in Arbeitskämpfen. Die Arbeiterklasse soll selbst bestimmen, wohin die Reise geht, alle anderen dürfen helfen, aber sind nur Beiwerk, dass sich dem Willen der Arbeiterklasse unterzuordnen hat. Man konzentriert sich auf das herausbilden von kämpferischen Gewerkschaften, die MLPD hat da eine wohl etwas breitere herangehensweise, sie macht ja aus strategischen Gründen gerne mal den Nebenwiderspruch zum Hauptwiderspruch, was glaube ich eine maoistische Strategie ist.

Erstaunlich, dass sich die beiden Organisationen spinnefeind sind. Ich finde es ehrlich gesagt etwas lächerlich, die politische Ausrichtung einer Partei an einer Person festzumachen.

Ich werde nun die beiden erhaltenen Schriften zusammenfassen und beginne mit der aktuelleren:

Tony Clif - Die Ursprünge der internationalen Sozialisten. Die Weiterentwicklung der Theorien Trotzkis nach 1945 (2000)

1. Kapitel - das Problem erkennen

Es wird darauf hingewiesen, dass Trotki viele richtige Vorhersagen machte, aber mindestens ebenso oft danebenhaute. Das gleiche gilt für seine Schüler. Einige seiner Schüler waren zum Beispiel der Meinung, dass der zweiter Weltkrieg nach dem offiziellen Kriegsende nicht vorbei war, weil Trotzki fälschlicherweise vorhergesagt hatte, dass der Hitlerfaschismus Stalin das Genick brechen würde. Andrerseits warnte Trotzki richtigerweise immer wieder vor der Machtergreifung Hitlers.
Einige Schüler Trotzkis verstiegen sich zu der Idee, dass der Atomkrieg ein geeignetes Mittel sei, die Weltrevolution einzuleiten.

Der Einfluß der Trotkisten innerhalb der Arbeiterbewegung war aber schon immer marginal.

Das Buch versucht Trotzkis Theorien zu aktualisieren und die Spreu vom Weißen zu trennen

2. Kapitel - Staatskapitalismus

Die UDSSR unter Stalin wird als staatskapitalistisch bestimmt, weil der Arbeiter von den Produktionsmitteln getrennt ist, und die Distribution der Produktionsmittel bereits alles weitere bestimmt. Weiterhin wird behauptet, dass man den Staatskapitalistischen Charakter der UDSSR daran nachweisen kann, dass der Übergang zum Kapitalismus nicht die Zerschlagung des Staates vorraussetzte.
Beispiel: Der KGB also ohne größere Umstellungen weitermachen konnte wie bisher, unter neuem Namen.

Strittig ist, ob es sich um einen unter dem Druck des Auslands degenerierten Arbeiterstaats handelt, oder aber um einen Staatskapitalismus. Der Autor entscheidet sich für letzteres aus oben genannten Gründen. Das Kapitel ist argumentativ das stärkste.

3. Kapitel - Permanente Rüstungswirtschaft

Hier wird behauptet, die Rüstungswirtschaft wäre in der Lage die Krisen des Kapitalismus zu dämpfen, weil hohe Staatsausgaben eine Überproduktionskrise verhindern. Denn die Staatsausgaben erschaffen ja keine Waren, wohl aber wird Lohn ausgezahlt.

Als Grund für die permanente Rüstungswirtschaft werden Aussagen von Lenins Imperialismustheorie herangezogen sowie der kalte Krieg. Allerdings buchstäblich nur zwei Sätze. Teilweise beschleicht einen das Gefühl, dass der Autor gar nicht verstanden hat warum der Staat Rüstungsausgaben tätigt. Auch die militärische Dominanz der USA wird zwar erwähnt, daraus werden aber keinerlei interessante Schlüsse gezogen.
Die gezogenen Schlüsse können allesamt wenig überzeugen. Man fragt sich die ganze Zeit, warum der Staat nicht ein bedingungsloses Grundeinkommen auszahlte, wenn es ihm nur darum geht ein bisschen Kaufkraft zu erzeugen.

4. Kapitel - umgelenkte permanente Revolution

Mao und Castro haben angeblich keine kommunistische Revolution durchgeführt, weil Mao auf Bauern zählte, Castro auf kleinbürgerliche Intellektuelle. Beiden Klassen wird ein reaktionärer Nationalismus unterstellt. Weiterhin findet sich die Aussage, dass eine Befreiung von Kapitalismus von außen nicht möglich sei, der systemwechsel müsse schon das Werk der nationalen Arbeiterschaft sein.

Der Gedanke ist teilweise nachvollziehbar, allerdings sind kleinbürgerliche Intellektuelle die Berufsrevolutionäre werden wie im Fall von Castro sicherlich nicht mehr als kleinbürgerliche Intellektuelle zu bestimmen und Maos verarmte Bauern sind doch ein quasi-proletariat? Insofern halte ich den Gedanken insgesamt für eine Haarspalterei.

5. Kapitel - das Erbe

Den kommunistischen Parteien wird vorgeworfen, kurz vor Kriegsende mit den Allierten zusammengearbeitet zu haben, anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen sich vom Kapitalismus zu befreien. Weiterhin wird Stalin vorgeworfen, antideutsch gewesen zu sein, anstatt antifaschistisch und so den antifaschistischen Deutschen das Wasser abgegraben zu haben.
Ich habe den EIndruck, dass der Autor den Einfluß der kommunistischen Parteien kurz vor Kriegsende maßlos überschätzt, mag schon sein dass die ein paar fragwürdige Entscheidungen getroffen haben.

6. Kapitel - Schlußfolgerung

Der Autor meint, dass die 3. Welt den Stalinismus und Maoismus interessant fand, weil er einen raschen industriellen Aufbau versprach und Trotzkisten nie in der Lage waren, irgendwo eine maßgebliche Zahl von Anhängern zu versammeln. Seit dem Untergang der UDSSR würden sich nun aber völlig neue Perspektiven ergeben.

Die nächste Schrift folgt demnächst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 10. Sep 2018, 20:38 
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Ipsissimus des Fnorums
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Die nächste Schrift war Klasse und Partei und stinkend langweilig.

Ergebniss nach 20 Seiten Geschwafel: Die Partei besteht aus Mitgliedern der Klasse oder deren Unterstützern mit einem besonders hohen Bewußtsein.

Für mich erstmal das letzte was ich gelesen habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 10. Sep 2018, 20:44 
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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 11. Sep 2018, 06:43 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Mao und Castro haben angeblich keine kommunistische Revolution durchgeführt, weil Mao auf Bauern zählte, Castro auf kleinbürgerliche Intellektuelle.


Die trotzkistische Theorie verdammt die Trotzkisten selbst entweder zu politischer Irrelevanz oder dazu, "in Wirklichkeit" keine Kommunisten zu sein. Hab' noch nie einen Trotzkisten getroffen, der nicht selbst ein kleinbürgerlicher Intellektueller gewesen wäre. :ugly:

Hab' schon lange das Gefühl, dass Trotzkisten einfach nicht verstehen, unter welchen Bedingungen und auf welcher Grundlage sich linke Revolutionsbewegungen überhaupt formieren. Der Arbeiterklasse soll also auf sich allein gestellt und von allen Intellektuellen sich selbst überlassen spontan von selbst einfallen, Kommunismus zu machen. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen. Die Realität sieht so aus, dass eine Arbeiterklasse ohne linke Theoretiker sich bestenfalls von jedem beliebigen (vermutlich rechten) Bauernfänger für alles mögliche einspannen lässt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 14. Sep 2018, 00:40 
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Ipsissimus des Fnorums
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 ! "fehlgeleitet":
habe kr!s beitrag verschubst

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 22. Okt 2018, 18:32 
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Ipsissimus des Fnorums
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https://offen-siv.net/Bucher/waswaerewenn.pdf

Vision einer sozialistenschen Planwirtschaft.

Die Vision ist so unglaublich spießig. Alle gehen weiter arbeiten ("um 6 uhr klingelt der wecker") und müssen zusätzlich noch an zahlreichen "kulutrellen" Veranstaltungen teilnehmen.

Die meisten "Kommunisten" wirken auf mich so, als wären sie im Grunde verkappte Christen und wollen die Revolution nur, weil sie im Grunde Reformisten sind, aber ihre Reformen nicht im Kapitalismus umsetzbar sind. Ein solcher Kommunismus ist tatsächlich ein Christentum ohne Gott, bzw. ein Kapitalismus ohne Kapitalisten, so ähnlich wie Zizek der sagt er wäre gerne in einer atheistischen Kirche Mitglied.

Was Zizek angeht: ich habe inzwischen das Gefühl, das Zizek ökonomische Zusammenhänge nur unzureichend begreift. Liegt vermutlich daran, dass er Slowene ist und die ja da ihren 3. Weg hatten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 22. Okt 2018, 20:32 
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:shudder: Hab's ein bißchen überflogen, und es klingt tatsächlich gruselig, was ich da drin gelesen habe. Ja, "spießig" trifft's, eher wie 'ne wiederauferstandene DDR als wie 'ne moderne, sozialistische Gesellschaft. :frust:

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 22. Okt 2018, 22:11 
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Habe hier nochmal ein paar Links gesammelt in der die MLPD für ihre Lehre von der Denkweise von ganz verschiedenen anderen kommunistischen Organisationen kritisiert wird:

http://www.red-channel.de/mlliteratur/t ... kweise.htm
https://www.mao-projekt.de/Infos/Rezens ... chte.shtml
http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/ ... s99_22.htm

Außer diesen finden sich noch viele weitere kritische Beiträge, natürlich auch von bürgerlicher Seite.

Die Lehre von der Denkweise scheint das Instrument der MLPD zu sein über das ZKK eine Art Gedankenpolizei zu installieren und alle Parteimitglieder zu liquidieren, die nicht genug auf Linie sind. Die Lehre von der Denkweise macht aus den ökonomischen Kategorien "Proletarier" bzw. "Kleinbürger" moralische Kategorien.

Tatsächlich ist dieser Moralismus genau das, was mich inzwischen am Kommunismus stört. Der Moralismus ist eine Technik, anderen Menschen seinen Willen aufzuzwingen, ganz ähnlich wie der Kapitalismus das tut, durch indirekten Zwang.

Allerdings ist der Moralismus dabei wohl nicht so effektiv wie der Kapitalismus.

Der GSP hat den Moralismus ja ziemlich kritisiert, aber unklar ist wie diese Herrschaftstechnik im Sozialismus praktisch verhindert werden soll. Fast alle Linken Gruppierungen bauen ja auf irgendeine Art des Moralismus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 8. Nov 2018, 11:58 
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Theorienazi
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