Aktion 23

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Abgetrennte/abgedriftete Psychologiediskussion
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 13:57 
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Theorienazi
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 ! "fehlgeleitet":
orginalthread war hier


fehlgeleitet hat geschrieben:
Antidepressiva sind in diesem Zusammenhang also Placebos, weil der falsche Gedanke dahinter steckt, man könnte die Ursache einer Depression im chemischen Stoffwechsel finden.
Ah ja. Jetzt mal abgesehen davon, daß viele Antidepressiva (zu Recht) in ihrer Wirksamkeit umstritten sind, gehen Depressionen und Stoffwechselungleichgewichte trotzdem Hand in Hand, und selbst, wenn das Ungleichgewicht nicht der ursprüngliche Auslöser ist, lässt sich eine tiefe und "festgefressene" Depression oft nicht behandeln, ohne auch auf die Hirnchemie einzugehen. Und davon ab gibt es erwiesenermaßen auch physische Auslöser für psychische Störungen. Siehe z.B. erhöhtes Depressionsrisiko bei Infektion mit Toxoplasmose oder bei entsprechender (epi-)genetischer Disposition im Bereich des Serotonin-Stoffwechsels. :kp: Gibt auch Studien dazu, die zeigen, das Antidepressiva so gut wie gar nichts bringen bei eher milden und mittelschweren Fällen, aber durchaus Wirkung weit jenseits des Placeboeffekts bei schweren Depressionen zeigen.

Und nebenbei gehört das Thema eher in Richtung Psychiatrie, nicht Psychologie.

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Wenn ich schon der Affe bin, dann will ich der Affe sein, der dem Engel auf's Maul haut. XD
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Seine Quasarische Sphärizität, der Bwana Honolulu,
Überbefehlshabender des Selbstmordkommandos Ω,
Herrscher über alles, alles andere und wieder nichts,
Urgroßpapapapst und Metagottkaiser in Zimmer523,
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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 14:10 
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Ipsissimus des Fnorums
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Antidepressiva sind in diesem Zusammenhang also Placebos, weil der falsche Gedanke dahinter steckt, man könnte die Ursache einer Depression im chemischen Stoffwechsel finden.
Ah ja. Jetzt mal abgesehen davon, daß viele Antidepressiva (zu Recht) in ihrer Wirksamkeit umstritten sind, gehen Depressionen und Stoffwechselungleichgewichte trotzdem Hand in Hand, und selbst, wenn das Ungleichgewicht nicht der ursprüngliche Auslöser ist, lässt sich eine tiefe und "festgefressene" Depression oft nicht behandeln, ohne auch auf die Hirnchemie einzugehen. Und davon ab gibt es erwiesenermaßen auch physische Auslöser für psychische Störungen. Siehe z.B. erhöhtes Depressionsrisiko bei Infektion mit Toxoplasmose oder bei entsprechender (epi-)genetischer Disposition im Bereich des Serotonin-Stoffwechsels. :kp:


Die "festgefressene" Depression von der du sprichst, kriegt durch die Antidepressiva häufig die Energie den Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen.

Die Beispiele die du im letzten Satz bringst verstehst du selbst nicht, deswegen ist es müßig über sie zu diskutieren.

Statt einfach seine Meinung rauszukloppen kann man sich den Vortrag auch einfach mal anhören. Ich weiß, du haßt podcasts, aber dann ließ eben das buch.

edit: angebot: statt medizinisch unverständlicher fachausdrücke einigen wir uns darauf, dass jemand unheilbar krank wird und deswegen depressionen bekommt. Dann sind die Depressionen jedoch da aufgrund des bewußten Wissens über das baldige Ableben und nicht, weil etwas mit meinem Stoffwechsel im Hirn nicht stimmt.

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Der Papst ist kein Shapeshifter und auch kein Reptiloid. Er ist ein Archon der negativen Seite und stammt aus der Andromedagalaxie


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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 15:02 
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Theorienazi
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Statt einfach seine Meinung rauszukloppen kann man sich den Vortrag auch einfach mal anhören.
:lol: Dann wirf' halt nicht solche Textschnipsel hier rein, wenn du mit der Antwort nicht klarkommst. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich weiß, du haßt podcasts, aber dann ließ eben das buch.
Wenn ich denn mal die Zeit und die Muße dafür finde. Und überhaupt erst mal das Buch. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Die Beispiele die du im letzten Satz bringst verstehst du selbst nicht
Ach so, und das weißt du woher? Und ab welchem Verständnisniveau darf ich mich bitte drüber auslassen, wertester Herr Professor Doktor fehlgeleitet? Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich unverschämt von dir, mir so was pauschal zu unterstellen. Ich bin vielleicht weder Medizin noch Neurobiologie oder Psychologie studiert, aber darf doch wohl behaupten, mir aus Neugier zumindest ein paar Grundkenntnisse angelesen zu haben.
fehlgeleitet hat geschrieben:
statt medizinisch unverständlicher fachausdrücke
Unverständlich für wen? Also, welchen Part, glaubst du, hätte ich nicht verstanden?

fehlgeleitet hat geschrieben:
einigen wir uns darauf, dass jemand unheilbar krank wird und deswegen depressionen bekommt. Dann sind die Depressionen jedoch da aufgrund des bewußten Wissens über das baldige Ableben und nicht, weil etwas mit meinem Stoffwechsel im Hirn nicht stimmt.
Wat? Falls du dich damit auf die Toxoplasmose beziehst: Nein, das geht komplett dran vorbei. Wobei ich zugeben muss, mich in der Hinsicht vertan zu haben, hab's gerade noch mal nachgeschaut. Toxoplasmose geht wohl mit erhöhtem Auftreten von Angststörungen und möglicherweise auch Schizophrenie und Verhaltensänderungen einher, aber nicht mit Depressionen. Bleiben trotzdem z.B. noch erbliche Faktoren.

fehlgeleitet hat geschrieben:
Die "festgefressene" Depression von der du sprichst, kriegt durch die Antidepressiva häufig die Energie den Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen.
Ist das aus dem Vortrag oder hast'e dafür 'ne Quelle?

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 15:10 
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Ipsissimus des Fnorums
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Statt einfach seine Meinung rauszukloppen kann man sich den Vortrag auch einfach mal anhören.
:lol: Dann wirf' halt nicht solche Textschnipsel hier rein, wenn du mit der Antwort nicht klarkommst. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich weiß, du haßt podcasts, aber dann ließ eben das buch.
Wenn ich denn mal die Zeit und die Muße dafür finde. Und überhaupt erst mal das Buch. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Die Beispiele die du im letzten Satz bringst verstehst du selbst nicht
Ach so, und das weißt du woher? Und ab welchem Verständnisniveau darf ich mich bitte drüber auslassen, wertester Herr Professor Doktor fehlgeleitet? Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich unverschämt von dir, mir so was pauschal zu unterstellen. Ich bin vielleicht weder Medizin noch Neurobiologie oder Psychologie studiert, aber darf doch wohl behaupten, mir aus Neugier zumindest ein paar Grundkenntnisse angelesen zu haben.
fehlgeleitet hat geschrieben:
statt medizinisch unverständlicher fachausdrücke
Unverständlich für wen? Also, welchen Part, glaubst du, hätte ich nicht verstanden?


gut. dann bleibe eben bei deiner toxoblubbla. ich kann damit nichts anfangen und ich erkenne es auch nicht als Argument an, weil es nichts erklärt. du magst gelesen haben was du willst und auch alles verstanden haben, mich überzeugt das nicht ;-P

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
einigen wir uns darauf, dass jemand unheilbar krank wird und deswegen depressionen bekommt. Dann sind die Depressionen jedoch da aufgrund des bewußten Wissens über das baldige Ableben und nicht, weil etwas mit meinem Stoffwechsel im Hirn nicht stimmt.
Wat? Falls du dich damit auf die Toxoplasmose beziehst: Nein, das geht komplett dran vorbei. Wobei ich zugeben muss, mich in der Hinsicht vertan zu haben, hab's gerade noch mal nachgeschaut. Toxoplasmose geht wohl mit erhöhtem Auftreten von Angststörungen und möglicherweise auch Schizophrenie und Verhaltensänderungen einher, aber nicht mit Depressionen. Bleiben trotzdem z.B. noch erbliche Faktoren.


Ich weise dich nur darauf hin, dass sich die Definition von Schizophrenie immer wieder verändert hat. Ich glaube nicht, dass sich hinter Toxoblubla irgendetwas verbirgt, was ein Argument ist. Wenn ich mich hinstelle und schreie RELATIVITÄTSTHEORIE bleibt es an mir zu zeigen, inwiefern das ein Argument ist, nicht am Zuhörer.

Ich kenn diese Argumentationsweise von Wirtschaftswissenschaftler, die künstlich irgendwelche Gegenbeispiele gezückt mit unverständlichen Fachausrücken in die Diskussion bringen, und ich habe mehr als einmal erlebt das sich nach tagelanger Recherche sich das als Täuschungsmanöver herausstellte. Ich bin nun einfach nicht gewillt Toxoblubbla zu googlen und mir seitenlange studien durchzulesen.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Die "festgefressene" Depression von der du sprichst, kriegt durch die Antidepressiva häufig die Energie den Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen.
Ist das aus dem Vortrag oder hast'e dafür 'ne Quelle?


Nur ein Arzt der in der Psychatrie arbeitet. Aber das gilt vermutlich nicht als Quelle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 15:36 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
gut. dann bleibe eben bei deiner toxoblubbla.
Jonge. Allein schon, daß du etwas, das ich als Argument vorbringe, abfällig und ignorant als "Toxoblubbla" bezeichnest, ist für mich ein Hinweis darauf, daß du mich und meine Argumente offenbar ziemlich geringschätzt und erhöht bei mir nicht unbedingt den Willen, im Gegenzug dich und eine Argumente ernstzunehmen. :-| BITTE steck' dir das. Zumal ich bereits gesagt habe:
Bwana Honolulu hat geschrieben:
Wobei ich zugeben muss, mich in der Hinsicht vertan zu haben, hab's gerade noch mal nachgeschaut. Toxoplasmose geht wohl mit erhöhtem Auftreten von Angststörungen und möglicherweise auch Schizophrenie und Verhaltensänderungen einher, aber nicht mit Depressionen.
Also lassen wir die Toxoplasmose mal außen vor, OK?

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich weise dich nur darauf hin, dass sich die Definition von Schizophrenie immer wieder verändert hat. Ich glaube nicht, dass sich hinter Toxoblubla irgendetwas verbirgt, was ein Argument ist. Wenn ich mich hinstelle und schreie RELATIVITÄTSTHEORIE bleibt es an mir zu zeigen, inwiefern das ein Argument ist, nicht am Zuhörer.
Ich habe nicht einfach nur einen begriff in den Raum geworfen, sondern auf einen Zusammenhang hingewiesen. Daß du den Begriff nicht kennst, dafür kann ich nichts.
fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich kenn diese Argumentationsweise von Wirtschaftswissenschaftler, die künstlich irgendwelche Gegenbeispiele gezückt mit unverständlichen Fachausrücken in die Diskussion bringen, und ich habe mehr als einmal erlebt das sich nach tagelanger Recherche sich das als Täuschungsmanöver herausstellte.
Vielen Dank, daß du mich mit so was auf eine Stufe setzt. -.-
fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich bin nun einfach nicht gewillt Toxoblubbla zu googlen und mir seitenlange studien durchzulesen.
Ach, aber mir vorwerfen, daß ich mir gerade ein über zwei Stunden langes YouTube-Audio nicht antun will? Zumal ich gerade auf Arbeit sitze und es somit auch nicht könnte? :roll:
OK, falls es dich interessiert, Schnelldurchlauf:
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einen parasitären Einzeller namens Toxoplasma Gondii ausgelöst wird und in der Regel durch rohes Fleisch oder Kontakt mit Tierkot, insbesondere von Katzen (die ein Hauptwirt sind, aber in der Regel nach der ersten Infektion immun), übertragen wird. Toxoplasma Gondii hat 'nen ziemlich seltsamen und abgefuckten Vermehrungszyklus, den ich mir nicht merken kann. Beim Menschen zeigt die Krankheit meist keine klaren Symptome, man hat aber festgestellt, daß sie zu diversen Verhaltens- und Wesensänderungen führt und im Verdacht steht, noch mehr davon auszulösen.

Aber, wie gesagt, es ist total Hupe in dem Zusammenhang, weil Depressionen wohl nicht zu dem gehören, was durch Toxoplasmose ausgelöst wird. Also lassen wir den Part.

Darauf, daß eine, sagen wir, Tendenz zur Depression offenbar erblich ist und man einen Zusammenhang dazwischen und gewissen genetischen (bzw. epigenetischen) Merkmalen im Bereich des Hirnstoffwechsels festgestellt hat, bist du nicht eingegangen.

fehlgeleitet hat geschrieben:
Nur ein Arzt der in der Psychatrie arbeitet. Aber das gilt vermutlich nicht als Quelle.
Doch, klar. Aber so was wie Studien wären halt aussagekräftiger, so ist das erst mal eher anekdotisch. :kp:

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 15:51 
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Ipsissimus des Fnorums
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
gut. dann bleibe eben bei deiner toxoblubbla.
Jonge. Allein schon, daß du etwas, das ich als Argument vorbringe, abfällig und ignorant als "Toxoblubbla" bezeichnest, ist für mich ein Hinweis darauf, daß du mich und meine Argumente offenbar ziemlich geringschätzt und erhöht bei mir nicht unbedingt den Willen, im Gegenzug dich und eine Argumente ernstzunehmen. :-| BITTE steck' dir das. Zumal ich bereits gesagt habe:
Bwana Honolulu hat geschrieben:
Wobei ich zugeben muss, mich in der Hinsicht vertan zu haben, hab's gerade noch mal nachgeschaut. Toxoplasmose geht wohl mit erhöhtem Auftreten von Angststörungen und möglicherweise auch Schizophrenie und Verhaltensänderungen einher, aber nicht mit Depressionen.
Also lassen wir die Toxoplasmose mal außen vor, OK?

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich weise dich nur darauf hin, dass sich die Definition von Schizophrenie immer wieder verändert hat. Ich glaube nicht, dass sich hinter Toxoblubla irgendetwas verbirgt, was ein Argument ist. Wenn ich mich hinstelle und schreie RELATIVITÄTSTHEORIE bleibt es an mir zu zeigen, inwiefern das ein Argument ist, nicht am Zuhörer.
Ich habe nicht einfach nur einen begriff in den Raum geworfen, sondern auf einen Zusammenhang hingewiesen. Daß du den Begriff nicht kennst, dafür kann ich nichts.
fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich kenn diese Argumentationsweise von Wirtschaftswissenschaftler, die künstlich irgendwelche Gegenbeispiele gezückt mit unverständlichen Fachausrücken in die Diskussion bringen, und ich habe mehr als einmal erlebt das sich nach tagelanger Recherche sich das als Täuschungsmanöver herausstellte.
Vielen Dank, daß du mich mit so was auf eine Stufe setzt. -.-
fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich bin nun einfach nicht gewillt Toxoblubbla zu googlen und mir seitenlange studien durchzulesen.
Ach, aber mir vorwerfen, daß ich mir gerade ein über zwei Stunden langes YouTube-Audio nicht antun will? Zumal ich gerade auf Arbeit sitze und es somit auch nicht könnte? :roll:


Naja ich habe immerhin das Thema aufgemacht. Aber meinetwegen, ist vielleicht mit zweierlei Maß gemessen :-)

Bwana Honolulu hat geschrieben:
OK, falls es dich interessiert, Schnelldurchlauf:
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einen parasitären Einzeller namens Toxoplasma Gondii ausgelöst wird und in der Regel durch rohes Fleisch oder Kontakt mit Tierkot, insbesondere von Katzen (die ein Hauptwirt sind, aber in der Regel nach der ersten Infektion immun), übertragen wird. Toxoplasma Gondii hat 'nen ziemlich seltsamen und abgefuckten Vermehrungszyklus, den ich mir nicht merken kann. Beim Menschen zeigt die Krankheit meist keine klaren Symptome, man hat aber festgestellt, daß sie zu diversen Verhaltens- und Wesensänderungen führt und im Verdacht steht, noch mehr davon auszulösen.

Aber, wie gesagt, es ist total Hupe in dem Zusammenhang, weil Depressionen wohl nicht zu dem gehören, was durch Toxoplasmose ausgelöst wird. Also lassen wir den Part.


Abgesehen davon müßte geklärt werden, was nun mit Verhaltens- und Wesensänderung gemeint ist und inwiefern diese Veränderung ihre Ursache in einer veränderten Hirnchemie haben. Wenn ich Fieber hab findet auch eine Verhaltensänderung statt, nämlich das ich im Bett lieg. Aber nicht weil sich meine Hirnchemie verändert hat, sondern weil ich im Arsch bin.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
Darauf, daß eine, sagen wir, Tendenz zur Depression offenbar erblich ist und man einen Zusammenhang dazwischen und gewissen genetischen (bzw. epigenetischen) Merkmalen im Bereich des Hirnstoffwechsels festgestellt hat, bist du nicht eingegangen.


Und was ist wenn ich sage, dass nicht die Depression erblich ist sondern möglicherweise etwas anderes? Vielleicht macht der Vater einen Denkfehler und bringt den gleichen Denkfehler dem Sohn bei. Der Vater denkt er sei ein Versager und macht seinem Sohn klar, dass er auch einer ist. Beide schämen sich und das nennt man "Depression".
Du siehst, die Gene brauch ich nicht für jede Mögliche erklärung.
Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Nur ein Arzt der in der Psychatrie arbeitet. Aber das gilt vermutlich nicht als Quelle.
Doch, klar. Aber so was wie Studien wären halt aussagekräftiger, so ist das erst mal eher anekdotisch. :kp:


und was ist wenn ich den wissenschaftlichen Studien nicht so ohne weiteres traue? Die Pharmaindustrie ist schließlich an Profit intressiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 16:02 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Abgesehen davon müßte geklärt werden, was nun mit Verhaltens- und Wesensänderung gemeint ist
Ach, lies' es hier nach. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Wenn ich Fieber hab findet auch eine Verhaltensänderung statt, nämlich das ich im Bett lieg. Aber nicht weil sich meine Hirnchemie verändert hat, sondern weil ich im Arsch bin.
"Wenn mein Auto nicht fährt, muss das nichts damit zu tun haben, daß ich Diesel statt Benzin getankt habe. Es fährt z.B. auch nicht, wenn der Motor komplett überhitzt ist." :kp:

fehlgeleitet hat geschrieben:
Und was ist wenn ich sage, dass nicht die Depression erblich ist sondern möglicherweise etwas anderes? Vielleicht macht der Vater einen Denkfehler und bringt den gleichen Denkfehler dem Sohn bei. Der Vater denkt er sei ein Versager und macht seinem Sohn klar, dass er auch einer ist. Beide schämen sich und das nennt man "Depression".
Darum studiert man so was z.B. an leiblichen Geschwistern (bzw. Zwillingen), die in verschiedene Familien adoptiert wurden...

fehlgeleitet hat geschrieben:
und was ist wenn ich den wissenschaftlichen Studien nicht so ohne weiteres traue? Die Pharmaindustrie ist schließlich an Profit intressiert.
Ist ein Argument, natürlich sind Studien auch nicht das nonplusultra. Aber doch in der Regel belastbarer als anekdotische Beweisführung. :kp: Irgendwann wird's halt schwer, überhaupt noch zu argumentieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 16:14 
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Abgesehen davon müßte geklärt werden, was nun mit Verhaltens- und Wesensänderung gemeint ist
Ach, lies' es hier nach. :roll:


Ohne dich ärgern zu wollen: Da steht ein für mich unverständliches Kauderwelsch, ich glaube nicht das es irgendeine Bedeutung hat ehrlich gesagt. Ich akzeptiere nur eine Sprache die ich verstehe.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Wenn ich Fieber hab findet auch eine Verhaltensänderung statt, nämlich das ich im Bett lieg. Aber nicht weil sich meine Hirnchemie verändert hat, sondern weil ich im Arsch bin.
"Wenn mein Auto nicht fährt, muss das nichts damit zu tun haben, daß ich Diesel statt Benzin getankt habe. Es fährt z.B. auch nicht, wenn der Motor komplett überhitzt ist." :kp:


genau. Es gibt verschiedene Erklärungen. Der Rückschluß von der Folge auf die Ursache ist nicht zulässig.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Und was ist wenn ich sage, dass nicht die Depression erblich ist sondern möglicherweise etwas anderes? Vielleicht macht der Vater einen Denkfehler und bringt den gleichen Denkfehler dem Sohn bei. Der Vater denkt er sei ein Versager und macht seinem Sohn klar, dass er auch einer ist. Beide schämen sich und das nennt man "Depression".
Darum studiert man so was z.B. an leiblichen Geschwistern (bzw. Zwillingen), die in verschiedene Familien adoptiert wurden...


Ich wüßte nicht, dass es da zu signifikanten Ergebnissen gekommen ist.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
und was ist wenn ich den wissenschaftlichen Studien nicht so ohne weiteres traue? Die Pharmaindustrie ist schließlich an Profit intressiert.
Ist ein Argument, natürlich sind Studien auch nicht das nonplusultra. Aber doch in der Regel belastbarer als anekdotische Beweisführung. :kp: Irgendwann wird's halt schwer, überhaupt noch zu argumentieren.


bis jetzt reden wir jedenfalls über dein Zeug und nicht über meins. Es wäre schön, wenn du dir die Argumentation des Orgnialvortrags vornimmst, wenn du wieder zu hause bist. danke.

edit:
Zitat:
Die bei Patienten mit klinisch manifester Schizophrenie häufig beobachtete Abnahme an Hirnmasse in der Großhirnrinde tritt offenbar fast ausschließlich im Falle einer gleichzeitigen (latenten) Toxoplasmose auf, und die Daten lassen vermuten, dass sie bei entsprechender genetischer Prädisposition zum Ausbruch der Krankheit führen kann.[7] Auch suizidale Handlungen sollen bei Personen mit latenter Toxoplasmose signifikant häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung.


Da steht immerhin "sollen" bewiesen ist also nichts.
Weiterhin folgt aus dem letzten Satz nicht unbedingt, dass die Gene Schuld sind. Vielleicht ist es auch verflucht unangehm, mit der Krankheit zu leben.

edit2:
Zitat:
Kritik an der Zwillingsmethode

Die Zwillingsforschung geht von der Voraussetzung aus, dass eineiige und zweieiige Zwillinge in gleichem Ausmaß gemeinsame Umweltfaktoren erleben und deshalb Unterschiede der Ähnlichkeit zwischen ein- und zweieiigen Zwillingen allein durch den unterschiedlichen Anteil gemeinsamer Gene (100 % vs. 50 %) bedingt seien. Diese Annahme ist jedoch umstritten, da die Ähnlichkeit der eineiigen Zwillinge zu übereinstimmenden Umwelteinflüssen führen kann (Gen-Umwelt-Korrelation). Im Ergebnis kann im Einzelfall ein Überschätzen der Erblichkeit resultieren. Allerdings ist auch das Verhalten der Eltern gegenüber eineiigen Zwillingen nicht identisch, sondern differenziert nach Verhalten und Bedürfnissen der individuellen Zwillinge. Darüber hinaus ist vor allem im Bereich der medizinischen Zwillingsforschung der relative Einfluss gemeinsamer Umweltfaktoren gering oder nicht vorhanden, die Variabilität beruht im Wesentlichen auf den genetischen Unterschieden und individuellen Umweltfaktoren.

Eine weitere Grundannahme besteht in der hundertprozentigen genetischen Übereinstimmung zwischen eineiigen Zwillingen. Auch diese Prämisse ist nur eingeschränkt zutreffend, da im Verlauf des Lebens Mutationen zu Unterschieden führen. Allerdings ist in gleicher Weise jedes Individuum nicht mit sich selbst identisch, da Mutationen lokal auftreten und zu genetischen Unterschieden zwischen verschiedenen Zellen führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Apr 2018, 17:08 
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Ohne dich ärgern zu wollen: Da steht ein für mich unverständliches Kauderwelsch, ich glaube nicht das es irgendeine Bedeutung hat ehrlich gesagt. Ich akzeptiere nur eine Sprache die ich verstehe.
Ey, komm', der erste Absatz von dem Abschnitt ist ja wohl ziemlich klar:
Wikipedia hat geschrieben:
Bei Nagetieren wurden durch Toxoplasma verursachte Verhaltensänderungen nachgewiesen. So verlieren infizierte Tiere ihre Scheu gegenüber dem Geruch von Katzen, schützen sich also nicht mehr davor, gefressen zu werden, was dem Lebenszyklus von Toxoplasma förderlich ist. Allerdings zeigen die Studien zu den Verhaltensänderungen bei Nagetieren keine eindeutige Tendenz. Neuere Studien weisen auch auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Infektion und Schizophrenie beim Menschen hin.[6] Einige Studien lassen vermuten, dass auch beim Menschen Verhaltensänderungen auftreten. Infizierte Männer waren introvertierter, misstrauischer und risikobereiter sowie eher dazu neigend, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen mit latenter Toxoplasmose waren dagegen offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und regelbefolgender als die nicht infizierte Kontrollgruppe.
Danach wird's eh' weniger interessant.

Davon ab: Fachgebiete haben nun mal eine Fachsprache, weil man nicht jedes Mal das verfickte Rad neu erfinden und bei Adam und Eva anfangen kann, zu erklären. Mit demselben Argument könntest du z.B. auch Informatik für totalen Humbug erklären, wenn du keine Ahnung davon hättest, weil ja alles mit irgendwelchen Fachwörtern bezeichnet wird. Hier, du weißt schon, "Tastablabla" und so. :roll:

fehlgeleitet hat geschrieben:
genau. Es gibt verschiedene Erklärungen. Der Rückschluß von der Folge auf die Ursache ist nicht zulässig.
:ungläubig: Alter, ich hab' eigentlich keinen Bock mehr. Erst mal: Dir ist schon klar, daß so ziemlich alles, was in deinem Hirn abläuft, irgendwo auf Chemie basiert? Wenn du dich wegen Fieber scheisse fühlst, dann hängt auch dieses Gefühl irgendwo mit veränderter Biochemie in deinem Schädel zusammen, die natürlich auch mit der Biochemie des restlichen Körpers gekoppelt ist. Und wenn bei Leuten, die mit Toxoplasmose infiziert sind, bestimmte Veränderungen (s.o.) auftreten, die in diesem auffälligen Maße nicht bei nicht infizierten Personen auftreten, und ansonsten keine besonderen Umstände erkennbar sind, ob von der Krankheit verursacht oder nicht, die diese Veränderungen getriggert haben könnten, dann bleiben eigentlich nicht mehr viele sinnvolle Schlüsse übrig, was da wohl im Groben passiert. Wie das genau und im Detail funktioniert, ist noch mal 'ne andere Frage. Aber darum geht es erst mal nicht, oder?

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich wüßte nicht, dass es da zu signifikanten Ergebnissen gekommen ist.
Und weil du das nicht weißt, ist es nicht passiert, oder was? -.- Bis gerade eben schienst du diese Methode ja noch nicht mal zu kennen, so what? :roll:

Bwana Honolulu hat geschrieben:
bis jetzt reden wir jedenfalls über dein Zeug und nicht über meins.
Ich habe nur auf dein Posting reagiert.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
Es wäre schön, wenn du dir die Argumentation des Orgnialvortrags vornimmst, wenn du wieder zu hause bist. danke.
Ich muss noch bis 22 Uhr von zuhause aus arbeiten und werde mich danach sicher nicht noch 2 Stunden lang damit vollschallen, sorry. :nope: Versteh' mich nicht falsch, das Thema interessiert mich, darum diskutiere ich ja auch hier. Aber ich wüsste gerade nicht, wo ich so 'nen zweistündigen Informationsbatzen hinpacken sollte. :kp:
Ich dachte auch du hättest mich auf ein Buch verweisen wollen, aber du hast nicht weiter spezifiziert, welches Buch überhaupt. :kp:

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Ey, komm', der erste Absatz von dem Abschnitt ist ja wohl ziemlich klar:
Wikipedia hat geschrieben:
Bei Nagetieren wurden durch Toxoplasma verursachte Verhaltensänderungen nachgewiesen. So verlieren infizierte Tiere ihre Scheu gegenüber dem Geruch von Katzen, schützen sich also nicht mehr davor, gefressen zu werden, was dem Lebenszyklus von Toxoplasma förderlich ist. Allerdings zeigen die Studien zu den Verhaltensänderungen bei Nagetieren keine eindeutige Tendenz. Neuere Studien weisen auch auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Infektion und Schizophrenie beim Menschen hin.[6] Einige Studien lassen vermuten, dass auch beim Menschen Verhaltensänderungen auftreten. Infizierte Männer waren introvertierter, misstrauischer und risikobereiter sowie eher dazu neigend, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen mit latenter Toxoplasmose waren dagegen offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und regelbefolgender als die nicht infizierte Kontrollgruppe.
Danach wird's eh' weniger interessant.

Davon ab: Fachgebiete haben nun mal eine Fachsprache, weil man nicht jedes Mal das verfickte Rad neu erfinden und bei Adam und Eva anfangen kann, zu erklären. Mit demselben Argument könntest du z.B. auch Informatik für totalen Humbug erklären, wenn du keine Ahnung davon hättest, weil ja alles mit irgendwelchen Fachwörtern bezeichnet wird. Hier, du weißt schon, "Tastablabla" und so. :roll:


Ich halte die Aussagen für sehr widersprüchlich. Wie kann man denn gleichzeitig vertrauensseliger sein und mehr um sein Image besorgt? Ich glaube also kein Wort von dem was da steht. Ich akzeptiere diese Quelle nicht, ich kann mir nichts unter den beobachteten Charaktereigenschaften vorstellen.

edit: aber selbt, wenn das alles irgendwie stimmen würde. selbst dann muß die Ursache nicht in der Hirnchemie liegen. Beispiele habe ich schon genug gebracht, irgendwelche Korelationen lassen keinen Schluß auf die Ursache zu. Beispiel: Ich beobachte, dass der Mond in der Nacht sichtbar ist. Dennoch ist der Mond nicht die Ursache für die Nacht.
Soetwas fällt schnell unter den Tisch, wenn man blindlings aller Korelationen raushaut, die man so beobachten kann.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
genau. Es gibt verschiedene Erklärungen. Der Rückschluß von der Folge auf die Ursache ist nicht zulässig.
:ungläubig: Alter, ich hab' eigentlich keinen Bock mehr. Erst mal: Dir ist schon klar, daß so ziemlich alles, was in deinem Hirn abläuft, irgendwo auf Chemie basiert? Wenn du dich wegen Fieber scheisse fühlst, dann hängt auch dieses Gefühl irgendwo mit veränderter Biochemie in deinem Schädel zusammen, die natürlich auch mit der Biochemie des restlichen Körpers gekoppelt ist. Und wenn bei Leuten, die mit Toxoplasmose infiziert sind, bestimmte Veränderungen (s.o.) auftreten, die in diesem auffälligen Maße nicht bei nicht infizierten Personen auftreten, und ansonsten keine besonderen Umstände erkennbar sind, ob von der Krankheit verursacht oder nicht, die diese Veränderungen getriggert haben könnten, dann bleiben eigentlich nicht mehr viele sinnvolle Schlüsse übrig, was da wohl im Groben passiert. Wie das genau und im Detail funktioniert, ist noch mal 'ne andere Frage. Aber darum geht es erst mal nicht, oder?


Irgendwie basiert alles auf Atomen. Trotzdem kann man so die Gesellschaft nicht erklären. Bis jetzt sind mir keinerlei Erklärungen aus der Hirnforschung bekannt, die irgendetwas erklären können, was mir einleuchtet. Die Studie da oben kann jedenfalls nichts erklären.

edit: nochmal etwas freundlicher: Angezweifelt wird also der Determinismus, mit dem die Psychologen meinen das Verhalten von Menschen erklären zu können. Wenn ich also sehe, es gibt eine Korelation zwischen bestimmten Berufen und Geschlecht, so sagt das noch nichts über einen echten Zusammenhang aus. Beispielsweise wird niemand behaupten, Frauen seien so häufig Kassiererinen, weil ihnen das soviel Spaß macht.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Ich wüßte nicht, dass es da zu signifikanten Ergebnissen gekommen ist.
Und weil du das nicht weißt, ist es nicht passiert, oder was? -.- Bis gerade eben schienst du diese Methode ja noch nicht mal zu kennen, so what? :roll:


Ich kenne mich auch nicht mit Homöpathie aus. Glaube aber nicht viel verpasst zu haben.

edit: Beim überfliegen des Wikiartikels fiel mir auf, dass es keine wesentlichen Ergebnisse gab, die mir ins Auge fielen.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
Bwana Honolulu hat geschrieben:
bis jetzt reden wir jedenfalls über dein Zeug und nicht über meins.
Ich habe nur auf dein Posting reagiert.

Bwana Honolulu hat geschrieben:
Es wäre schön, wenn du dir die Argumentation des Orgnialvortrags vornimmst, wenn du wieder zu hause bist. danke.
Ich muss noch bis 22 Uhr von zuhause aus arbeiten und werde mich danach sicher nicht noch 2 Stunden lang damit vollschallen, sorry. :nope: Versteh' mich nicht falsch, das Thema interessiert mich, darum diskutiere ich ja auch hier. Aber ich wüsste gerade nicht, wo ich so 'nen zweistündigen Informationsbatzen hinpacken sollte. :kp:
Ich dachte auch du hättest mich auf ein Buch verweisen wollen, aber du hast nicht weiter spezifiziert, welches Buch überhaupt. :kp:


das Pschüchologiebuch.

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Der Papst ist kein Shapeshifter und auch kein Reptiloid. Er ist ein Archon der negativen Seite und stammt aus der Andromedagalaxie


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