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 Betreff des Beitrags: Discordisache Magie. Eine Retrospektive
BeitragVerfasst: 5. Apr 2019, 17:22 
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Es ist jetzt ungefähr 3 Jahre her seit ich die Prinzipien der Discordischen Magie weiterentwickelt habe. Dazu muß ich sagen ich habe sie weder entdeckt noch erfunden. Diese ehre gebürt eindeutig Lord Falgan und das sage ich nicht ohne einen gewissen Neid.
Jedoch kann ich anmerken, dass dort wo Lord Falgan vieleicht die discordische Magie entdeckte ich wohl derjenige war der es wagte durch die schwammigen und difusen untiefen zu stapfen um dieses Neuland zu erkunden und zu kartografieren.
Ob mir dies gelungen isst sollen spätere Generationen entscheiden.
Nun ich schreibe dies hier da die Jahre ins Land gehen und die Ereignisse die zur erforschung der discordischen Magie geführt haben immer weiter im Nebel der Erinnerung verschwimmen und jene Formen annehmen, die man gemeinhin von nostalgisch verklährten Erinnerungen an die Vergangenheit kennt und da ich fürchte das ich früher oder später der discordischen Magie in Form meiner geistigen Gesundheit tribut zollen werde schreibe ich lieber jetzt alles auf bevor ich noch den letzten Rest vergesse oder, was viel schlimmer wäre, in einem maß glorifiziere der dieser Sache nicht angemessen wäre.
Ich glaube im Handbuch beschrieb ich bereits halbwegs wie ich die Prinzipien erkannte die hinter der discordischen Magie stehen und wie es mir gelang diese so zu formulieren das sie grundsätzlich anwendbar waren. Daher möchte ich mich in diesem Rückblick auch mehr einer zusammenfassung widmen sowie ein Fazit ziehen wie es heute um die discordische Magie bestellt ist und was ich von dieser denke.
Ganz allgemein ist es vieleicht auch nur mein anliegen das ganze nochmal mit der nötigen distanz zu betrachten und vieleicht den ein oder anderen Punkt zu beleuchten der mir damals noch zu schwammig oder difus war.
Was ich heute sagen kann und was sich mir immer wieder aufs neue bestätigt hat ist, dass discordische Magie schlicht anders ist als die konventionellen Formen der Magie. Dies habe ich bereits hinreichend in einschlägigen Texten erleutert und im nachinein kann ich nur vermutungen anstellen warum dies so ist und wieso sich dise Form der Magie so entwickelt hat wie sie es tat.
Dabei glaube ich heute das ein wichtiger Punkt einfach das Habitat war in dem sich diese Magie entwickelt hat. Die phoolische Magie entstand nicht in den Bibliotheken und Studierzimmern gelehrter Männer und Frauen aus gutem Hause. Es war immer schon irgendwie die Magie der Straße und des "einfachen Mannes" der versuchte mit dem zurechtzukommen was grade verfügbar war.
Dieser umstand erlaubte der phoolschen Magie eine gewisse Fluidität zu entwickel die weit über das hinausging was die Chaosmagie seinerzeit bot und heute noch bietet. Denn es war nicht nur der völlige Mangel an teuren Büchern und seltenen Reagenzien der kompensiert werden wollte es war auch ein Mangel an Fähigkeit und Bereitschaft die die klassischen Diziplinen verlangten.
Dieser vordergründige Nachteil sollte jedoch mit der Zeit zu einem der größten Trümpfe der phoolschen Magie werden denn wo andere Magier stumpf die Techniken nachahmten die in den unzähligen Werken publiziert wurden war der Phool gezwungen sich selbst Techniken zu erdenken um diese Mangel auszugleichen. Wenn ich dies hier mal in einer ganz drastischen Klarheit sagen darf so vertrete ich heute den Standpunkt das ein großteil der Magier sich in einer Zeitschleife befinden in der sie immer und immer wieder die alten Techniken verwenden, diese vieleicht anreichern oder modifizieren jedoch immer einem gewissen Dogma unterlegen das Magie nur so und nicht anders gehen kann. Sie sind unfähig geworden sich zu entwickeln und über den magischen Tellerrand hinauszublicken und übersehen dabei das all die Techniken derer sie sich bedienen auch nur die erfindungen jener sind die vor ihnen kamen.
Wir Phools waren immer schon gezungen diese Techniken zu interpretieren, umzudeuten oder gänzlich neue Methoden zu entwickeln um unser Ziel zu erreichen.
Ich erinner mich heute zum Beispiel noch gerne an die entstehung der discordischen Krafttiere, einer Technik die sich bis heute sehr gut bewährt hat und überaus gut funktioniert. Entstanden ist sie jedoch eben aus der kompensation eines Mangels an, sagen wir vieleicht glauben, und ein übermaß an Skepsis gegenüber der Magie.
Ich versuchte mich damals an der Kunst der visualisierung und jedes mal wenn ich auch nur geringen erfolg hatte hinterfragte mein zensor direkt das ergebniss oder ich zweifelte schlicht am erfolg dr Visualisierung als solcher. Da ich in dieser hinsicht über wohl zu wenig diziplin verfügte fragte ich mich also wie ich das Problem der visualisierung umgehen kann und kam letztendlich an einem kalten Wintertag darauf als ich mir vorstellte hinter mir befände sich ein brennender Phönix der mich wärmen würde. Zu meinem erstaunen verspürte ich tatsächlich kurzfristig eine gewisse Wärme als ich mich auf diese vorstellung fokusierte und ich bemerkte das es völlig unerheblich ist ob ich irgendwas visualisieren kann wenn ich mir nur vorstellen kann das es da ist. Die Lösung war denkbar einfach. Ich stellte mir fortan einfach vor alles was ich visualisieren wollte würde sich hinter mir befinden so das meine Augen es nicht sehen können und aus dieser, aus einem scheinbaren Defizit geborene Idee erwies sich in der folge als so erfolgreich das ich die Technik der Krafttiere entwickelte die sich heute noch großer beliebtheit unter den Phools erfreut.
Und so ging es weiter. Aus jedem Zweifel und aus jedem Defizit das mich daran hinderte konventionelle Magie auszuüben entwickelte sich über kurz oder lang eine Technik um dieses Defizit zu kompensieren und etwas zu erschaffen das in seiner Funktionsweise vieleicht sogar einfacher und besser funktioniert als es die konventionelle Magie je hervorbringen könnte.
Die Phoolsche Magie ist schon aufgrund ihr Herkunft nichts elitäres und sie wurde auch nie als elitär gesehen. Im gegenteil denke ich heute das sie die Magie ist die von jenen praktiziert und entwickelt werden kann die absolut nicht über das potenzial verfügen große Magier zu sein denn nur diese scheinen über die nötige Fähigkeit zu verfügen Probleme effizient anzugehen und etwas in ihrem Sinne so zu verändern das es für sie Funktioniert.
All die großen geheimen Riten die ich mir nie merken konnte und all die tollen Artefakte die ich nicht haben konnte schienen plötzlich so als seinen sie alle samt und sonders nur für jene die in der zeitschleife der Magie hängen geblieben waren und statt meine Energie und mein Vermögen dafür zu benützen diesen Wünschen hinterher zu jagen begann ich damit meine eigenen Artefakte herzustellen und meine eigenen geheimen Riten zu entwickeln die ich mir zwar auch heute nicht merken kann, die mich aber trotzdem immer wieder amüsieren wenn ich mich mit ihnen beschäftige und zwar auf eine art und weise die es mir ermöglicht das ich mich gerne damit auseinandersetze anstatt sie stumpf zu lernen und immer wieder zu wiederholen bis sie in meinem Schädel eingemeiselt sind.
Und auch hier wired wieder offenbar wie die phoolsche Magie auf ihre ihr eigene wunderbare art und weise dafür sorgte das Artefakte und Werkzeuge dank ihrer fluidität quasi aus dem Nichts erschaffen werden konnten wenn man sich nur die mühe machte und ein bischen um die Ecke zu denken.
Erstaunlicherweise scheint es heute so das diese Werkzeuge die allesammt mehr oder weniger aus einfach verfügbaren Materialien bestehen in etwa so machtvoll sind wie die uralten Artefakte und Werkzeuge die sich Magier weltweit bedienen.
Wie ging es also weiter als ich meine Fuß auf jenes Neuland setzte das später als die phoolische Magie beschrieben werden sollte?
Die Natur des Discordianismus erforderte praktisch das sich ihre Magie in eine ähnliche Richtung entwickeln mußte und dazu gehörte eben auch die Theorie über Greyface und die anschließende Annahme das dessen Anhänger und all die kohlköpfe um uns herrum uns potenziel feindlich zumindest aber neutral gesonnen sind. Ich vermute darin liegt der Grund das die phoolsche Magie sich eben ganau der Mechanismen bedient, die auch und grade im Guerillakampf benutzt werden. Betrügen, Lügen, Tarnen und Tricksen. Zum glück für uns jedoch hatten wir den Discordianismus der uns eine ziemlich offen Sicht auf Moral und Konvention erlaubt so das wir heute sagen können das jene Form der Magie, auch wenn sie vieleicht stellenweise etwas fies und tückisch ist und nicht davor zurückscheut andere zu benutzen um sich selbst einen Vorteil zu sichern eben doch höchst effizient ist grade in der Zeit in der wir leben.
Nunja und aus diese Mischung aus unfähigkeit zur Magie, mangel an Talent und Material, fähigkeit zur improvisation und latentem verfolgunswahn entstand dann eben die Form der Magie die wir heute die phoolische Magie nennen und die sich erstaunlicherweise als überaus potent und kraftvoll entpuppt hat.
Und natürlich blicken wir heute auf andere Magie mit einer gewissen Portion humor und scheuen uns auch nicht ihnen einmal ein Stück discordischer Magie vor die Füße zu Rotzen nur um uns dann daran zu erfreuen das sie genauso potent und kraftvoll ist wie die Magie derer die immer sagten "es geht nicht anders".
Wir sind eben nicht die Elite und kleiden uns nicht in schicke Roben, haben kein zugang zu exklusiven Tempeln oder magischen Kraftorten. Unsere Robe ist die Kleidung die wir tragen und unser Kraftort ist der Boden unter unseren Füßen und wir wollen auch gar nicht die Elite sein.
Geprägt von der popkultur unserer zeit von Bugs Bunny und Spongebob, von Filmen wie Fight Club und Lucky Number Slevin von Comics und Trashliteratur haben wir uns eine Philosophie gebastelt und diese Philosophie erlaubt es uns heute unsere Magie so zu wirken wie wir es tun und dabei ist es uns ziemlich egal was andere von uns denken denn wir haben keine Lust mehr uns in der Zeitschleife der Magie zu verheddern. Uns steht der Sinn nach neuem und wir haben keine Lust uns mit etwas abzumühen was uns doch eigentlich spaß machen und unser Leben bereichern sollte.
Mittlerweile habe ich viele Bücher über Magie gelesen und auch viele Gespräche geführt und jetzt nach all der Zeit sehe ich mich immer wieder in meiner Meinung bestätigt. Ob ich hier "leider sagen muß? Ich denke nicht.
Vieleicht trift es ein Spruch am besten der mir beim Schreiben dieses Textes eingefallen ist und den ich in seiner aussagekraft eigentlich unkommentiert so stehen lassen könnte.

Phools sind die Punks auf den elitären Studentenpartys der Magie.

P.S. ich würde mich an dieser Stelle über weitere retrospektiven der leute freuen die ebenso wie ich dabei geholfen haben die discordische Magie zu dem zu machen was sie heute ist.

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"Wir sind nicht der Abschaum. Wir sind der schillernde, toxische Schleim der auf dem Abschaum schwimmt ..."
Seine Spektralität Cpt. Bucky "Saia" Sternentänzer
alias Papst Cerrynt Eiledol von Welodd alias Nede E Lym von Leng alias Baktus Paradonti alias Dr. Dromis Seth, Master Phool im Outer Space, (Mitbe)Gründer der Univers-City of Sockovia, Moonman Winter Dream, aus der dritten Vergangenheit, General Error der Invasionstruppen, Captain der ersten erisischen Kompanei westlich von Osten, Hüter des hailigen GNARV und anderer nutzloser Dinge, Dunkelelfischer Bischof von Betty, Vorstand der Company auf Lebenszeit, Ernenner des Fonsis auf Zeit, der während eines Bades ehrenhaft erleuchtete, Beschützer des rauchenden Orakels am Stiel, exzellenter Züchter der feinsten Flugaffen nördlich von Reykjavík, Eiliger Hailigenpfleger der Aktion 23, (Er)Finder des Starfish Mythos, Transluzenter Geheimniskrämer und unter der Hand Händler, Schieberkönig der Unwissenden, Verfasser von nicht geschriebenen Werken, autorisierter Verkäufer von "Das LichtTM" und "SeelenheilTM", eingeweihter Oberanti der D.A.D. sowie Pharao Hypothep alias Pharao Pontifex zu Popanz von Paranoia Panoptikum, Bürokrat im Büro für Zweckentfremdung, Anwender von Methoden, Knazler und freier Beratzer auf Schloß Gammelot in Mottrop´s Tradition, Eidechsenkönig und Universalgott Nr. 5


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 Betreff des Beitrags: Re: Discordisache Magie. Eine Retrospektive
BeitragVerfasst: 6. Apr 2019, 17:30 
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Als ausgesprochen "nicht-magische Person", die allerdings reichen und fruchtbaren Kontakt zu magischen Kreisen hat (und auch schon mal Dinge beisteuert), muss ich sagen, daß phoolische Magie immer noch diejenige Magieschule (von einem "System" mag ich nicht zu sprechen) ist, die in gewisser Weise1 den meisten Sinn macht. Es ist so'n bißchen "bare bones"-Magie, viel mehr auf das wirklich Wesentliche konzentriert2. Durch den diskordischen Kern seiner Magie hat der Phool kein Problem zuzugeben, daß sie in erster Linie dem Kopf ihres Anwenders entspringt, aber trotzdem funktioniert3. Es ist ein bißchen wie bei Placebos, die auch wirken, wenn man weiß, daß es Placebos sind. OK, Placebos wirken besser, wenn sie teurer sind, aber das scheint auf phoolische Magie nicht zuzutreffen. Man kann mit Fug und Recht sagen, daß sie billig ist, aber im besten aller Sinne, nämlich daß sie nicht-elitär ist und eben monetär kostengünstig. Spricht man von Kosten, so geht es mehr um all die Liebe, Energie und schlichtweg Besessenheit, die in einen Zauber hineingesteckt wird. Gleichzeitig ist phoolische Magie dadurch wohl die derzeit offenste und anarchistischste magische Schule "auf dem Markt", und erfüllt z.B. damit einige der noch offenen Versprechen der Chaosmagie, die einer der Ausgangspunkte bei der Entwicklung der phoolischen Magie war. Man könnte glatt so weit gehen, daß phoolische Magie die Chaosmagie komplementiert und somit überhaupt erst komplettiert. Wahrer, weil undogmatischer Paradigmenwechsel. Kreativität eröffnet hier ein viel breiteres Spektrum an Möglichkeiten durch Methoden wie das (Eris-)Morphing. Man bedient sich nicht mehr einfach an Ritualen, Mächten und Göttern aus verschiedenen Kult(ur)en - nein, man erfindet diese einfach selbst, entwickelt sie weiter, formt sie ganz nach Bedarf. Statt einfach nur das Paradigma zu wechseln, baut man sich ein eigenes.

Wie sind also die Zukunftsaussichten der jungen phoolischen Magie? Schwer zu sagen. Sollte sie sich über den noch vergleichsweise kleinen Kreis ihrer derzeitigen Entwickler und Anwender hinaus verbreiten, so könnte sie neue Impulse nicht nur in die weltweite magische Gemeinschaft einbringen.

Bla bla bla, mir fällt gerade nicht mehr ein, der Rest kommt später.

Es bleibt zu hoffen, daß mehr Magier (und Nicht-Magier) sich entschließen, die phoolische Magie als das zu begreifen, was sie ist: Eine Chance zur Weiterentwicklung nicht nur der Magie, sondern des zugrundeliegenden Bewusstseins.

1: Alle magischen Schulen sind wahr in einem gewissen Sinn, falsch in einem gewissen Sinn, bedeutungslos in einem gewissen Sinn, wahr und falsch in einem gewissen Sinn, wahr und bedeutungslos in einem gewissen Sinn, falsch und bedeutungslos in einem gewissen Sinn und wahr, falsch und bedeutungslos in einem gewissen Sinn.

2: In gewisser Weise erinnert es daran, wie die jüngeren Zauberer der Scheibenwelt entdeckten, daß man für das Ritual von AshkEnte nicht acht Zauberer auf einem großes Oktagramm, tropfende Kerzen, Weihrauchfässer, grünen Dampf und stundenlanges Hin-und-herwiegen benötigt, sondern das Ganze in wenigen Minuten mit drei kleinen Holzstäbchen und einigen Tropfen Mäuseblut bewerkstelligen kann.

3: Um noch einen Scheibenwelt-Vergleich zu ziehen, ähnelt sie dadurch der Kopfologie/Pcshikologie der Hexen.

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Wenn ich schon der Affe bin, dann will ich der Affe sein, der dem Engel auf's Maul haut. XD
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 Betreff des Beitrags: Re: Discordisache Magie. Eine Retrospektive
BeitragVerfasst: 6. Apr 2019, 19:22 
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Phoolsche Magie – Eine Retroperpektive

Indem ich diese Zeilen zu Blatt bringe, folge ich dem Aufruf meines treuen Mitstreiters Stardancer. Präziser noch und ich finde es schon fast unheimlich, scheinbar wieder einer konfusen Idee der Göttin, welcher wir uns beide verschrieben haben, Eris, Discordia, der großen Mutter des Kaos. Denn auch in meinem Kopf rotierte seit wenigen Tagen die Frage, welche Bedeutung der Phoolschen Magie sowohl bezüglich meiner eigenen individuellen magischen Entwicklung zukommt als auch welche sie in Hinsicht auf die Evolution der Magie als ganzes zukommt. Und ohne zu dick aufzutragen, trifft diese Frage den Hauptnerv der Debatte um die Frage nach fünfte Aeon, wie einige Chaosmagier nennen oder dem Zeitalter des Aftermath, wie wir Erisier und Discordier die Geschichte nennen.

Ziel der folgenden Darstellung soll es in keinem Fall sein, der Chaosmagie und ihrer Vordenker die wohlverdienten Lorbeeren zu rauben. Denn wir haben es dieser letztlich zu verdanken, dass das Bewusstsein einer ausreichend breiten Masse von Wesen für Phänomene zu öffnen, für welche es während der Vorherrschaft der Logik und des Materialismus unter dem sogenannten Aeon der Rationalität verschlossen war. Entsprechend ist ihre Methode auch nach den Spielregeln des Verstandes gestaltet. Sie sucht nach der Magie, oder versucht sie zu finden. Hierbei geht sie sehr methodisch und experimentell vor. Hält aber gleichzeitig an starren Konzepten wie der Notwendigkeit von Gnosis fest.

Gnosis was ist das eigentlich auf meinem Weg der Magie, den ich jetzt auch schon seit über zehn Jahren beschreite, habe ich viele aktive Magier gefragt, was genau diese Gnosis ist und warum diese für das magische Wirken so wichtig ist. Warum habe ich diese Frage gestellt. Ganz einfach, weil es mir niemals gelungen ist einen gnostischen Zustand zu erreichen, von dem pharmakologisch gestützten sei hier einmal abgesehen und dennoch hat meine Magie in vielen Fällen gewirkt. Ganz besonders dann, wenn ich mich an keinerlei Regeln gehalten habe und beim Arbeiten einfach meiner Intuition gefolgt bin. Letztlich ist der veränderte Bewusstseinszustand der Gnosis dann erreicht, wenn einem der träge und seit früher Kindheit konditionierte Verstand nicht mehr in den Zauber reinspielt.

Die Chaosmagie muss das Tor in diese Welt immernoch durch irgendwie geartete Technik aufstoßen und dann durch ein Ritual die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Phoolische Magie beginnt hingegen nicht von der Ebene des Verstandes aus, weshalb sie diesen auch nicht erst austricksen muss. Die Phoolische Magie braucht keine Beweise, oder rationale Techniken für ihre Existzen, sie setzt einfach und dreister Weise vorraus, dass Sie existiert und funktioniert. Und die Existenz eben dieser alles durchdringen Kraft nennen wir vereinfach den Outer Space. Eine Theorie oder fundiertes Wissen darüber wie und warum dies möglich ist, ist für den Phool in seiner pragmatischen Geisteshaltung nicht notwendig, ja sogar eher hinderlich. Das Mindset der Phools entspricht in vielerlei Hinsicht dem eines Kindes.

Der Geisteszustand des Spielen, bei dem nichts unmöglich und alles miteinander verbunden zu sein scheint. Bezeichnender weise wurde meine Forschungsreise in die Gefilde der (Chaos)magie eben gerade dadurch ausgelöst, dass ich mit Bedauern feststellen musste, das ich eben diesen Zustand verloren hatte. Heute weiss ich, man muss nicht erst Magie machen, damit sie da ist. Magie ist in allem und allgegenwärtig, ja ich gehe sogar soweit zu sagen, dass alles Magie und nicht-magische Handlungen laut dieser Definition garnicht möglich sind. Während die Chaosmagie sich diesem Phänomen mit Skepsis nähert, tut die phoolische es, so wie man sich einem kindlichen Spielgefährten nähert, mit Freude und Offenheit.

Während die Chaosmagie meist noch mit klassischen Gottheiten arbeiten und hierbei scheinbar verhemmt immernoch nach “der richtigen Formel” sucht die über soetwas wie einen “externen Wahrheitsgehalt” verfügt. Diese Tendenz ist in erschreckendem Maße bei Wesen zu verzeichnen, die sich bei ihrer Arbeit primär auf Dämonen stützen. Ich will nicht behaupten, dass diese nicht funktionieren. Viel mehr geht es mir darum hervorzuheben, dass Magie primär in unserem Geist stattfinden und dass wir von nichts anderem umgeben sind als einem noch größeren Geist, für den ich an dieser Stelle den Namen Eris anbieten möchte. Entsprechend musssich die phoolische Magie nicht auf die Frage konzentrieren was notwendig ist, damit ein Zauber sein wirken entfalltet kann, sondern befasst sich vielmehr mit Faktoren des Spaßes, der Ästhetik, der Coolness. Grenzen sind hier lediglich durch die Phantasie gesetzt, die bei vielen Magiern scheinbar ziemlich in verruf geraten ist. Die aeonische Rolle des Phools ist es also, die Magie von der Kette zulassen und ihr die Freiheit zu geben die ihr zusteht und die sie benötigt um ihr vollständiges Potential zu entfalten. Der Geist kennt keine Grenzen, die Magie auch nicht. Hierin liegt der Unterschied zwischen dem Äon der Bürokratie und der dem des Aftermath. The secret is, there is no secret!

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 Betreff des Beitrags: Re: Discordisache Magie. Eine Retrospektive
BeitragVerfasst: 6. Apr 2019, 20:43 
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Wenn ich dies an dieser Stelle anmerken darf so möchte ich in bezug auf die von Kr!S_CyberWe@ver aufgestellte Aussage "Die Chaosmagie muss das Tor in diese Welt immernoch durch irgendwie geartete Technik aufstoßen und dann durch ein Ritual die gewünschte Wirkung zu erzielen." erweitern, indem ich sage die discordische Magie verneint eben diese andere Welt genauso wie das Tor das dahin aufgestoßen werden muß.
Zwar benutzt er für seine Magie immer noch dieses abstrakte Konstrukt des Outer Space, jenes konstruckt ist aber schon von seiner Beschaffenheit her ausgelegt darauf keinen oder nur sehr geringen nutzen in dieser, unseren Welt zu haben.
Anders ausgedrückt gibt es für den Phool diese trennung der Welten nicht mehr. Er sieht die Grenze nicht weil sie in seinem glauben nicht exisitiert ebensowenig wie diese andere Welt oder das Tor dorthin.
Er simplifiziert mit seiner Magie die dualität dieser annahme auf den einfachen Faktor "alles ist eins". Dafür bedarf es nichtmal eines besonderen Geisteszustandes wie Gnosis oder dergleichen. Er hat gelernt das der Begriff der dualität und der getrennten Welten nicht nur subjektiv ist nein er ist auch mit simplen mitteln auszutricksen indem man nämlich nicht erst den Zustand ereicht an dem Magie möglich wird sondern sich zum einem selbsr als Teil dieses ganzen Begreift und auf Grundlage dessen seine Magie in einer Form anpasst, die besondere Fähigkeit nahezu unnötig macht.
Rückwirkend ist das wohl der inkompetenz der ersten Phools geschuldet die in ihrem unvermögen irgendeine Form der klassischen magischen Techniken zu praktizieren sich lieber mit der aufgabe befassten wie man nun, um es freundlich zu sagen, durch lug und betrug diesen zustand erreichen kann. Dabei erkannte man wohl durch zufall das maan eben diese klassischen Techniken (die durchaus ihre berechtigung haben) mit einfachsten Mitteln umgehen kann.
Ich verweise hier wieder mal auf das oben angeführte Beispiel der Krafttiere.
Wenn ich also unfähig war zu visualisieren so zwang ich mir nicht selber das stundenlange ermüdende Training auf um diese Diziplin zu meißtern nein ich ... schummelte einfach ein wenig indem ich mir eben das was ich sehen wollte dort vorstellte wo ich es nicht sehen konnte.
Dabei können wir uns heute sogar legitimieren (auch wenn wir das nicht für nötig halten) indem wir die Trickster Götter als Kronzeugen bemühen und unsere Form der magie damit rechtfertigen, dass Lug und Betrug immer schon integraler Bestandteil der Magie war.
So verdanken wir es also den unfähigen und faulen, den listigen und den meißtern der improvisation, jenen Menschen also die sich in dem habitat entwickeln das die discordische Magie bis heute prägt, eine Form der Magie die ebenso wie diese Charaktere davon lebt zu improvisieren und beschränkungen (zumal meißt selbst erwählt) durch list und betrug, auch an sich selbst, niederzureißen.
Lustigerweise führten genau diese Charakterzüge zur erkenntniss es existiere ein tieferer, der Gnosis ähnlicher Zustand bei dem die Magie am besten funktioniert wenn man einfach nichts tut und sie machen lässt. Dies ist der Schmendrick Modus oder auch das LiOS (Lost in Outer Space) der Phools. Der große unterschied zu den meißten bekannten Magieschulen liegt wohl darin begründet das LiOS praktisch unendlich lange andauern kann und der Phool im Wissen das reale Welt und magische Welt praktisch eins sind wohl zum einzigen Magier aller bekannten Schulen wird, der Magie auf dem höchststand seiner "illumination" nicht mehr praktiziert. Er lebt sie einfach.

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 Betreff des Beitrags: Re: Discordisache Magie. Eine Retrospektive
BeitragVerfasst: 6. Apr 2019, 21:36 
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Die Kunst ist nicht etwas mit Biegen und Brechen erwirken zu wollen, nein es geht viel mehr darum die Magie einfach wirken zu lassen. Quasi einen Spielplatz für die Kräfte bereitstellen die ohnehin schon vorhanden und wirksam sind. Ein weiterer Standpunkt, der die Chaosmagie von der Discordischen Magie unterscheidet, ist die Ablehnung eines mechonmagischen Weltbildes in der die Magie als eine Art passive universelle Kraft zu betrachten, die nach den eigenen Wünschen manipuliert werden kann. Magie ist eine Kraft, die Kraft, das steht nicht zur frage, allerdings ist sie intelligent und lebendig und manchmal hat sie eben andere Absichten als wir. Für den Phool ist es also wichtig einerseits die eigenen Wesenszüge kennen zu lernen, als auch die der Magie. Sind diese erkannt geht es nur noch darum diese zum Tanz aufzufordern und mit dem zu spielen was uns der Kosmos bietet. Oder anders herum aufgezogen, die Aufforderung zum Tanzen mit der Eris jede Nanosekunde unseres Seins an uns herantritt anzunehmen.

Es gehört zu den beliebtesten Hobbies der Phools, die Realität auch und besonders in ihren Randbezirken ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Hierbei wird er vermutlich bestimmte Quasispielregeln und Scheingesetzte vorfinden, welche er dann zu umgehen, auszutricksen, zu tunneln kurz gesagt zu hacken versucht. Wirklichkeit ist ganz einfach das womit man am Ende des Tages durchkommt. Selbiges trifft auf die Magie zu.

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