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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 18. Aug 2019, 20:03 
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Forumsvorlone
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Da ich inzwischen fast alle Bücher des GSP gelesen habe bin ich mir sicher, dass der GSP Liebe bzw. den Wunsch nach Liebe in etwa mit einem angenehmen Gefühl im Unterleib gleichsetzt, die Chemie zwischen 2 Personen stimmt halt.

Es gibt eigentlich nichts am Menschen, das nicht irgendwie kulturell überformt ist. :mrgreen: Auch die reine biologische Lust ist kaum von ihren Ausdrücken isolierbar. Schon das, was eine bestimmte Person auch nur rein körperlich erregt, ist bereits kulturell mitgeprägt.

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"Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit eines Denkens, das sich von der Praxis isoliert, ist eine rein scholastische Frage." - Marx
"Nur wer zu sich selbst kein Vertrauen hat, kann sich vor vorübergehenden Bündnissen, und sei es auch mit unzuverlässigen Leuten, fürchten, und keine einzige politische Partei könnte ohne solche Bündnisse existieren. Das Zusammengehen mit den legalen Marxisten war in seiner Art das erste wirklich politische Bündnis der russischen Sozialdemokratie. Dank diesem Bündnis ist ein erstaunlich rascher Sieg über die Volkstümlerrichtung und eine außerordentlich weite Verbreitung der Ideen des Marxismus [...] erzielt worden." - Lenin


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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 19. Aug 2019, 08:06 
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Ipsissimus des Fnorums
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Tarvoc hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Da ich inzwischen fast alle Bücher des GSP gelesen habe bin ich mir sicher, dass der GSP Liebe bzw. den Wunsch nach Liebe in etwa mit einem angenehmen Gefühl im Unterleib gleichsetzt, die Chemie zwischen 2 Personen stimmt halt.

Es gibt eigentlich nichts am Menschen, das nicht irgendwie kulturell überformt ist. :mrgreen: Auch die reine biologische Lust ist kaum von ihren Ausdrücken isolierbar. Schon das, was eine bestimmte Person auch nur rein körperlich erregt, ist bereits kulturell mitgeprägt.


das bezweifele ich ja auch nicht. Der GSP ist der Meinung, dass Emotionen dem Urteil wie eine träge Masse folgen. Wenn ich also glaube dass der Staat mir zu meinem Vorteil gereicht, beginne ich die Nationalhymne zu mögen und andersherum.

Aber was ist nun damit gesagt, dass es einen Zusammenhang gibt?
Zitat:
Tarvoc: @Bwana: Also "Liebe" als genau diejenige emotionale Konfiguration, die perfekt zur bürgerlichen Ehe passt. Was für ein interessanter Zufall! XD


Ich möchte mal eine Geschichte erzählen. Als ich noch gut aussah und nicht zu den Fettklöpsen gehörte hatte ich eine schöne Freundin. Wir haben bestimmt Dutzende male miteinander Schluß gemacht. Immer wenn wir nicht zusammen waren waren wir wirklich glücklich miteinander. Aber sobald wir wieder offiziell zusammen waren ging diese Beziehungshölle los.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen? Von wegen.
An einem geilen Arsch ist nichts zu kritisieren.

Nur eben an der Institution drumherum, die aus dem ganzen diesen blöden Zirkus werden lässt, die ist zu kritisieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 19. Aug 2019, 08:46 
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Warlord der Herzen
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Zu deinem Beispiel. Es ist aber auch ein erheblicher Teil persönliche Einstellung ob man sich diesen Zwängen unterwerfen will oder nicht.
Mir fällt dazu ein netter Spruch aus Haus des Geldes ein den lustigerweise genau der Typ brachte der mich an dich erinnert.

Wenn du Speed nimmst und dann ein Kind bekommst hör nicht auf Speed zu nehmen weil du das Kind später dafür hasst das du dich geändert hast obwohl du das nicht wolltest.

Frei ausm Kopf.

Ähnlich verhält es sich mit einer Beziehung auch. Wenn du dich in einer Beziehung zugunsten der Beziehung zu sehr veränderst beginnst du die andere Person dafür zu hassen das du nicht mehr das machen kannst was du willst.

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alias Papst Cerrynt Eiledol von Welodd alias Nede E Lym von Leng alias Baktus Paradonti alias Dr. Dromis Seth, Master Phool im Outer Space, (Mitbe)Gründer der Univers-City of Sockovia, Moonman Winter Dream, aus der dritten Vergangenheit, General Error der Invasionstruppen, Captain der ersten erisischen Kompanei westlich von Osten, Hüter des hailigen GNARV und anderer nutzloser Dinge, Dunkelelfischer Bischof von Betty, Vorstand der Company auf Lebenszeit, Ernenner des Fonsis auf Zeit, der während eines Bades ehrenhaft erleuchtete, Beschützer des rauchenden Orakels am Stiel, exzellenter Züchter der feinsten Flugaffen nördlich von Reykjavík, Eiliger Hailigenpfleger der Aktion 23, (Er)Finder des Starfish Mythos, Transluzenter Geheimniskrämer und unter der Hand Händler, Schieberkönig der Unwissenden, Verfasser von nicht geschriebenen Werken, autorisierter Verkäufer von "Das LichtTM" und "SeelenheilTM", eingeweihter Oberanti der D.A.D. sowie Pharao Hypothep alias Pharao Pontifex zu Popanz von Paranoia Panoptikum, Bürokrat im Büro für Zweckentfremdung, Anwender von Methoden, Knazler und freier Beratzer auf Schloß Gammelot in Mottrop´s Tradition, Eidechsenkönig und Universalgott Nr. 5


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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 2. Sep 2019, 21:47 
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Ipsissimus des Fnorums
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Auf die Gefahr hin euch wieder lästig zu sein nun die vorerst letzte Resension eines GSP-Buches, Imperialismus2+3 kommen irgendwann auch mal, aber ich möchte nun erstmal von anderen Verlagen was lesen - unter anderem.

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Der alte Titel des Buches lautet: Hitler - ein deutscher Politiker.

Die Intention des Buches, Hitler und seinem Faschistenpakt den Nimbus des unbegreiflichen zu nehmen und zu zeigen, inwiefern der Faschismus eben bürgerliche Herrschaft ist, also durchaus auch mit der Demokratie verwandt, wenn natürlich auch nicht Deckungsgleich.
Der Staat ist im Faschismus nicht mehr in erster Linie ideeler Gesamtkapitalist, sondern stellt fest, dass seine Stellung in der Welt einer Korrektur bedarf, die ohne den offenen Kampf gegen die bisherige Ordnung nicht zu haben ist.
Dementsprechend setzt er auch nicht mehr auf den Privatmaterialismus seines Volkes, sondern möchte dass der Untertan in der Rolle des Staatsbürgers aufgeht, also nur noch der Materialismus der Nation eine Rolle spielt, dementsprechend sind die Rechte der Bürger nur noch unnötige Hindernisse, von der Gleichheit aller Menschen wollen die Nazis mit ihrer Rassentheorie eh nix wissen.

Hitler machte vor, wie wenig ein Staat sich an die Sachzwänge des Kapitals binden muss. Als Gröfaz macht er massig Schulden und die größte Geldfälschungsaktion der Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Bernhard
Die staatlich Subventionierte Arbeit sollte sich nach dem gewonnen Krieg verdient machen, Hitler spekulierte darauf nach dem Ostfeldzug kapitalistische Großmacht sein zu können, wollte also offensichtlich selber nicht für alle Ewigkeiten am faschistischen Staatsrettungsprogramm festhalten, sondern nur solange, bis Deutschland sich hätte wieder auf dem Weltmarkt behaupten könne.

Der Antisemitismus hat dabei für Hitler vor allen Dingen die Funktion, die Niederlage des deutschen Reiches im 1. Weltkrieg zu erklären, ohne ihnen die Qualität als Herrenrasse abzusprechen. Hitler möchte eine Einheit des Volkes herstellen, und erklärt die mommentane Zerrissenheit mit "inneren Feinden", die an allem Ungemach schuld sind.
Das er dabei auf die Juden gekommen ist, war mehr oder weniger zufällig. Sie eigneten sich gut als Sündenböcke, eben weil sie gut assimiliert waren und sich deswegen als Subjekt einer Verschwörung eigneten.

Insgesamt hatte Hitler Erfolg, weil die Propaganda die die Nazis verbreiteten eben auf offene Ohren stieß. Die Menschen waren damals eben so dumm wie heute und redeten lieber von der "Schande von Versailles" als gegen die Kapitalisten zu kämpfen, die ihnen das Lebensnotwendige streitig machten.

Dabei haben sich sowohl die Kommunisten wie auch die bürgerlichen Parteien nicht zu einer funktionierenden antifaschistischen Einheitsfront aufraffen können, weil die Kommunisten nicht den Nationalismus der Proletarier kritisieren wollten, die bürgerlichen Parteien wie die SPD allesamt selbst Nationalisten waren und Hitler im Großen und Ganzen zustimmten, und mit steigendem Erfolg Hitlers eben auch nach und nach ihre Skepsis aufgaben.

Entsprechend verlogen fallen die bürgerlichen Theorien über den Faschismus aus, die ausdrücklich den Faschismus sich nicht erklären wollen, sondern aus moralischen Gründen auf seiner Unbegreiflichkeit beharren.
Eine komische Haltung für einen, der wirklich einen neuen Faschismus verhindern will. Die kritische Theorie fällt gar in einen negativen religiösen Pathos, andere machen Hitlers missratene Kindheit für seinen Judenhass verantwortlich, erklären Hitlers Taten also zu Taten einer Privatperson, um eben von der Rolle des Staates abzulenken, dessen demokratische Institutionen im Faschismus größtenteils wunderbar weiterfunktionierten und nur wenig korrektur bedurften.

Das Moralisieren hat seine Gründe. Der erste ist, dass bürgerliche Antifaschisten den ganz normalen Nationalismus von Karl Arsch und sein Mitmachertum für Kapital und Staat nicht kritisieren wollen, weil sie diesen für die demokratische Nation brauchen.
Der zweite ist, dass Hitlers Analysen von der schwachen Weimarerrepublik und der Gefahr durch die Bolschewisten und assoziale Elemente jedem Demokraten einleuchten.
Dementsprechend werden ermordete Rotarmisten, Zigeuner und "Assoziale" nur selten erwähnt, wenn es um die Opfer des Nationalsozialismus geht.

Schließlich dient der Antifaschismus noch als Antikommunismus, der sich mit der Totalitarismustheorie totalitär gegen alles stellt, was mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht kompatibel ist.

Ein kleines Leckerli: 1995 wurde ein ehemaliger SED Mann für den Mord an 2 Polizisten 1931 schuldig befunden, aufgrund alter NS-Akten. Kurz darauf wurde ein überführter Kriegverbrecher der Wehrmacht wegen Verjährung "leider" freigesprochen.

Das die BRD es mit ihrem Antifaschismus nie besonders ernst meinte wurde ihr gerne von der DDR Führung vorgeworfen. Selber hat sie aber auch nicht allzuhart gegen ehemalige Nazis durchgegriffen. Der Antifaschismus war auf beiderlei Seiten ein ideologisches Programm, die BRD sollte es gegen den Verdacht erheben irgendetwas mit dem dritten Reich zu tun zu haben, die DDR nutzte den Antifaschismus als alternative zum Kommunismus, den man ja zu gunsten des Revisionismus aufgegeben hatte.Man hoffte mit dem Antifaschismus eine gemeinsame Basis mit nicht allzu bösartigen Imperialisten zu haben und so eine friedliche Koexistenz zu erreichen anstatt auf der Weltrevolution zu beharren.

Schon die Faschismusanalysen der Komintern kranken an dem mangelhaften Staatsverständnis der Leninisten, die der Meinung sind die Faschisten seien eine Bande wildgewordener Kleinbürger oder die Privatarmee des Finanzkapitals.
Das sie Hitlers Parolen inhatlich kaum kritisieren sondern ihm nur Verführung vorwerfen spricht übrigens auch gegen die Bolschewiki, genauso wie sie die SPD abwechselnd als Arbeiterverräter und als potentielle Bündnisspartner sahen.
Fast neidisch blicken sie allesamt auf die agitatorisch erfolgreichen Faschisten.

Insgesamt scheint das unbehagen der Linken was inhatliche Auseinandersetzungen angeht Tradition zu haben. Das Opfern von Inhalten zugunsten einer breiten Masse scheint nicht von Erfolg gekrönt zu sein.

Die Geschichte mit dem Recht auf Arbeit kommt in dem Buch allerdings nicht mehr vor.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 4. Sep 2019, 12:07 
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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 22. Sep 2019, 05:05 
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Ipsissimus des Fnorums
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Dillmann beschreibt den werdegang von China in den letzten 200 Jahren.

Die Schwäche des Kaiserreiches führte zu einem Willen, sich politisch zu erneuern. Die Kuomintang kämpften dabei in 2 großen Bürgerkriegen gegen die Kommunisten, verfolgten aber bei näherem Hinsicht ähnliche Ziele: ein starkes China. Die Kommunisten waren sogar lange Teil der Kuomintang, bis diese mit einer antikommunistischen Säuberungswelle begannen.
Wesentlicher Unterschied war, dass die Kuomintang China direkt vom Feudalismus in einen Kapitalismus überführen wollten, während die Kommunisten dem Beispiel der SU folgen wollten und sich zunächst vom Weltmarkt abzukapseln.

Die Kommunisten konnten sich schließlich durchsetzen, (Stalin finanzierte übrigens lange die Gegnseite, weil er ein befriedetes China wollte) und zwar gegen den Willen der USA, die dies als "loss of china" quittierten, sich aber damit trösteten, dass die Kommunisten eh bald die Kontrolle im Land verlieren würden.

Die Kampagne "lasst 100 Blumen blühen" wo Mao ehrliche Kritik an seiner Herrschaft forderte beendete er mit Säuberungsaktionen, als ihm die Kritik zu weit gehen und mti der Diffamierung von Intellektuellen.
Maos Kapitalismuskritik und die seiner KP war immer nur eine halbherzige, er gedachte den Kapitalismus als Geburtshelfer für seine Industrie zu benutzen, ähnlich wie es Lenin und sein Nachfolger Stalin taten. Sie gaben den Unternehmen Planziffern vor, doch wie diese zu erfüllen waren war ihre Sache.

In den 50ern ging es mit der Lebenserwartung im Land bergauf, doch das zunehmend schlechtere Verhältniss zu Russland sowie vollkommen Illusionäre befunde über die Leistungsfähigkeit des Landes veranlasste Mao zweimal zum großen Sprung nach vorne, sowie zur Kulturrevolution wo er versuchte mit Hilfe massiver moralischer Kamapgnen die Bevölkerung zu höchstleistungen anzustacheln, um China möglichst schnell zu industrialisieren. Der große Sprung nach vorn kostete 20 Millionen Chinesen das Leben, weil die Versorgung mit Lebensmitteln zusammenbrach, die Kulturrevolution führte China durch die roten Garden an den Rand eines neuen Bürgerkriegs.

Nach Maos Tod änderte sein Nachfolger Deng den Plan. Enttäuscht von den Erfolgen des Sozialismus führte er den Kapitalismus nach und nach wieder ein, mit den entsprechenden Verwerfungen.
Durch Chinas schiere größe konnte die KPCh den ausländischen Kapitalisten Bedingungen diktieren, zum Beispiel die Beteiligung einheimischer Unternehmen, wodurch China nach und nach selbst große Kapitale bekam und als einziges Entwicklungsland den Sprung an die Spitze der Weltwirtschaft schafften.
An der wütenden Reaktion des Westens darauf kann man sehen, wie das Wort "Entwicklungsland" sicher nie gemeint war. :doh:

Dabei gibt es in China die Besonderhheit der Einparteienherrschaft, die den Westen eben wütend macht, weil sie ihm keine Hebel in Form von NGOs und Opposition in die Hand gibt, mit der er China schwäcen könnte.
Die Einparteienherrschaft ist das letzte Überbleibsel des Sozialismus, auch wenn die KPCh nicht müde wird eine Kontunität zischen dem ML und ihrer heutigen Situation zu behaupten. Und in einer weise stimmt das auch. Von Beginn an waren die Chinesischen Kommunisten in erster Linie Nationalisten, und dieser Nationalismus hat sich schlußendlich des Sozialismus entledigt, mit dessen Hilfe er an die Macht kam.
Weiterhin hat sich ihr Wertfetischismus erhalten, der folgerichtig von einer falschen Kritik des Kapitalismus zu seiner Bejahung führte.

Die Linken gestern wie heute meinen in China immer noch einen Verbündeten gegen die USA zu haben oder aber eine Diktatur, die Tibet unterdrückt und nehmen nicht zur Kenntniss, dass es sich um eine stinknormalen Imperialismus handelt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 25. Nov 2019, 02:06 
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Ipsissimus des Fnorums
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Lenin - Staat und Revolution. 1. Hälfte

Lenin behauptet in der Tradition Engels das folgende:


Lenin hat geschrieben:
„Der Staat“, sagt Engels bei der Zusammenfassung seiner geschichtlichen Analyse, „ist also keineswegs eine der Gesellschaft von außen aufgezwungenen Macht; ebensowenig ist er ‚die Wirklichkeit der sittlichen Idee‘, ‚das Bild und die Wirklichkeit der Vernunft‘, wie Hegel behauptet. Er ist vielmehr ein Produkt der Gesellschaft auf bestimmter Entwicklungsstufe; er ist das Eingeständnis, daß diese Gesellschaft sich in einen unlösbaren Widerspruch mit sich selbst verwickelt, sich in unversöhnliche Gegensätze gespalten hat, die zu bannen sie ohnmächtig ist. Damit aber diese Gegensätze, Klassen mit widerstreitenden ökonomischen Interessen, nicht sich und die Gesellschaft in fruchtlosem Kampf verzehren, ist eine scheinbar über der Gesellschaft stehende Macht nötig geworden, die den Konflikt dämpfen, innerhalb der Schranken der ‚Ordnung‘ halten soll; und diese, aus der Gesellschaft hervorgegangene, aber sich über sie stellende, sich ihr mehr und mehr entfremdende Macht ist der Staat.“ (S.177/178 der sechsten deutschen Auflage.) [2]


Dies sagt der GS mehr oder weniger auch, insofern der bürgerliche Staat tatsächlich von den Bürgern getragen wird und zwar ungeachtet ihrer Klassenlage.

Daraus folgert er:
Lenin hat geschrieben:
"Das Bestehen des Staates beweist, daß die Klassengegensätze unversöhnlich sind."


Obwohl Lenin recht hat, die Klassengegensätze sind unversöhnlich, so ist die Hauptleistung von Polizei und Justiz nach innen für die Bourgoise nicht die Niederhaltung der Proletarier, sondern der Schutz des Privateigentums, den es gegen Kriminelle zu verteidigen gilt und der auchsonst allerhand gerichtliche Streitigkeiten in die Welt bringt.

Kriminalität stellt den Staat aber überhaupt nicht in Frage, es ist für sich genommen keine politische Tat sich unerlaubt Privateigentum anzueignen.

Mag sein das das im Zarenreich anders war, als Arbeiter rechtlich noch nicht gleich gestellt waren, heutzutage sind Proletarier in entwickelten bürgerlichen Staaten rechtlich der Bourgoisie gleichgestellt, nur bringt ihnen das überhaupt nichts, sie werden weiterhin ausgebeutet.

Weiter schreibt Lenin:
Lenin hat geschrieben:
" Nach Marx ist der Staat ein Organ der Klassenherrschaft, ein Organ zur Unterdrückung der einen Klasse durch die andere, ist die Errichtung derjenigen „Ordnung“, die diese Unterdrückung sanktioniert und festigt, indem sie den Konflikt der Klassen dämpft. Nach Ansicht der kleinbürgerlichen Politiker ist die Ordnung gerade die Versöhnung der Klassen und nicht die Unterdrückung der einen Klasse durch die andere; den Konflikt dämpfen bedeute versöhnen und nicht, es den unterdrückten Klassen unmöglich machen, bestimmte Mittel und Methoden des Kampfes zum Sturz der Unterdrücker zu gebrauchen."


Da gehe ich wieder mit. Das Arbeitsrecht dient vor allen Dingen dazu, die Gewerkschaften die Hände zu binden, ist also heute noch aktuell.

Lenin hat geschrieben:
"Vom Standpunkt der ungeheuren Mehrheit der Europäer am Ausgang des 19. Jahrhunderts, an die sich Engels wandte und die keine einzige große Revolution selbst miterlebt oder aus der Nähe beobachtet hatten, kann das nicht anders sein. Für sie ist es völlig unverständlich, was das für eine „selbsttätige bewaffnete Organisation der Bevölkerung“ ist. Auf die Frage, warum besondere, über die Gesellschaft gestellte und sich ihr entfremdende Formationen bewaffneter Menschen (Polizei, stehendes Heer) nötig geworden seien, ist der westeuropäische und der russische Philister geneigt, mit ein paar bei Spencer oder Michailowski entlehnten Phrasen zu antworten, auf die Komplizierung des öffentlichen Lebens, die Differenzierung der Funktionen u.dgl. mehr hinzuweisen.
Ein solcher Hinweis hat den Anschein der „Wissenschaftlichkeit“ und schläfert den Spießbürger vortrefflich ein, da er das Wichtigste und Grundlegende vertuscht: die Spaltung der Gesellschaft in einander unversöhnlich feindliche Klassen."


Schon damals haben also die bürgerlichen Geisteswissenschaftler von Komplexität und Differenzierung geschwurbelt :lol:

Weiter zitiert Lenin Engels
Engels hat geschrieben:
„Sie“ (die öffentliche Gewalt) „verstärkt sich aber in dem Maß, wie die Klassengegensätze innerhalb des Staats sich verschärfen und wie die einander begrenzenden Staaten größer und volkreicher werden – man sehe nur unser heutiges Europa an, wo Klassenkampf und Eroberungskonkurrenz die öffentliche Macht auf eine Höhe emporgeschraubt haben, auf der sie die ganze Gesellschaft und selbst den Staat zu verschlingen droht.“


Der gleiche Fehlschluss wie oben. Wenn der Staat mächtiger wird, wachsen auch seine Gewaltmittel, die Arbeiter niederhalten ist für den Staat heute wirklich kein Hauptanliegen mehr, der Verfassungsschutz beobachtet sie hierzulande gar nicht erst.

Lenin hat geschrieben:
Das ist nicht später als Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts geschrieben worden. Das letzte Vorwort von Engels datiert vom 16. Juni 1891. Damals nahm die Wendung zum Imperialismus – sowohl im Sinne der völligen Herrschaft der Trusts und der Allmacht der größten Banken als auch im Sinne einer grandiosen Kolonialpolitik usw. – in Frankreich gerade erst ihren Anfang, noch schwächer war sie in Nordamerika und Deutschland.


Naja. Ich finde Lenin schmeißt hier viele Dinge zusammen die nichts miteinander zu tun haben, zum Beispiel Kolonien und "allmächtige" Banken. Aber der Aufstieg der USA stand ja erst noch an, die haben es ganz ohne Kolonien geschafft Weltmacht zu werden.
Dann kommen längere Tiraden darüber, dass die Beamten durch die Kapitalisten bestochen werden und deswegen ihren Dienst nicht richtig ausüben :roll: Also beim GS wären Lenin und Engels auf jeden Fall durchgefallen, das ist eine ganz falsche Kritik am bürgerlichen Staat :-)

In den USA sieht man das sehr pragmatisch. Korrupt sind da nur Funktionäre, die Geld annehmen um den Staat zu schaden, nicht aber solche, die Geld annehmen um die Wirtschaft voranzubringen. Gerade beim Trumpimpeachment wunderbar zu beobachten. Der Fall kam erst ins Rollen, als er US Interessen unter seine Privatinteressen stellte, dadurch dass er die Militärische Stützung der Ukraine an private Zugeständnisse band.

Weiter gehts:

Engels hat geschrieben:
„Der Staat ist also nicht von Ewigkeit her. Es hat Gesellschaften gegeben, die ohne ihn fertig wurden, die von Staat und Staatsgewalt keine Ahnung hatten. Auf einer bestimmten Stufe der ökonomischen Entwicklung, die mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen notwendig verbunden war, wurde durch diese Spaltung der Staat eine Notwendigkeit. Wir nähern uns jetzt mit raschen Schritten einer Entwicklungsstufe der Produktion, auf der das Dasein dieser Klassen nicht nur aufgehört hat, eine Notwendigkeit zu sein, sondern ein positives Hindernis der Produktion wird. Sie werden fallen, ebenso unvermeidlich, wie sie früher entstanden sind. Mit ihnen fällt unvermeidlich der Staat. Die Gesellschaft, die die Produktion auf Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert, versetzt die ganze Staatsmaschine dahin, wohin sie dann gehören wird: ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt.“


Ein bisschen Geschichtsdeterminismus und Erklärung der Klassen als Produkt der Arbeitsteilung. Der Witz am Kapitalismus ist doch gerade, dass es sich nicht um eine raffinierte Arbeitsteilung handelt. Dieser Engels hat Marx nicht verstanden.

Engels hat geschrieben:
„Das Proletariat ergreift die Staatsgewalt und verwandelt die Produktionsmittel zunächst in Staatseigentum. Aber damit hebt es sich selbst als Proletariat, damit hebt es alle Klassenunterschiede und Klassengegensätze auf, und damit auch den Staat als Staat. Die bisherige, sich in Klassengegensätzen bewegende Gesellschaft hatte den Staat nötig, das heißt eine Organisation der jedesmaligen ausbeutenden Klasse zur Aufrechterhaltung ihrer äußeren Produktionsbedingungen, also namentlich zur gewaltsamen Niederhaltung der ausgebeuteten Klasse in den durch die bestehende Produktionsweise gegebnen Bedingungen der Unterdrückung (Sklaverei, Leibeigenschaft oder Hörigkeit, Lohnarbeit). Der Staat war der offizielle Repräsentant der ganzen Gesellschaft, ihre Zusammenfassung in einer sichtbaren Körperschaft, aber er war dies nur, insofern er der Staat derjenigen Klasse war, welche selbst für ihre Zeit die ganze Gesellschaft vertrat: im Altertum Staat der sklavenhaltenden Staatsbürger, im Mittelalter des Feudaladels, in unsrer Zeit der Bourgeoisie. Indem er endlich tatsächlich Repräsentant der ganzen Gesellschaft wird, macht er sich selbst überflüssig. Sobald es keine Gesellschaftsklasse mehr in der Unterdrückung zu halten gibt, sobald mit der Klassenherrschaft und dem in der bisherigen Anarchie der Produktion begründeten Kampf ums Einzeldasein auch die daraus entspringenden Kollisionen und Exzesse beseitigt sind, gibt es nichts mehr zu reprimieren, das eine besondre Repressionsgewalt, einen Staat, nötig machte. Der erste Akt, worin der Staat wirklich als Repräsentant der ganzen Gesellschaft auftritt – die Besitzergreifung der Produktionsmittel im Namen der Gesellschaft –, ist zugleich sein letzter selbständiger Akt als Staat. Das Eingreifen einer Staatsgewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiete nach dem andern überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht ‚abgeschafft‘, er stirbt ab. Hieran ist die Phrase vom ‚freien Volksstaat‘ zu messen, also sowohl nach ihrer zeitweiligen agitatorischen Berechtigung wie nach ihrer endgültigen wissenschaftlichen Unzulänglichkeit; hieran ebenfalls die Forderung der sogenannten Anarchisten, der Staat solle von heute auf morgen abgeschafft werden.“ (Anti-Dühring, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, dritte deutsche Ausgabe, S.301-303.)


Wieder falsch. Der bürgerliche Staat ist der Staat aller Klassen. Engels ist eben Kind seiner Zeit und konnte sich wohl eine nationalistische bürgerliche Arbeiterklasse wie zum Beispiel in der BRD überhaupt nicht vorstellen.

Lenin hat geschrieben:
Der Staat ist eine besondere Machtorganisation, eine Organisation der Gewalt zur Unterdrückung einer Klasse. Welche Klasse aber muß vom Proletariat unterdrückt werden? Natürlich nur die Ausbeuterklasse, d.h. die Bourgeoisie. Die Werktätigen brauchen den Staat nur, um den Widerstand der Ausbeuter niederzuhalten, aber dieses Niederhalten zu leiten, in die Tat umzusetzen ist allein das Proletariat imstande als die einzige konsequent revolutionäre Klasse, als einzige Klasse, die fähig ist, alle Werktätigen und Ausgebeuteten im Kampf gegen die Bourgeoisie, im Kampf um deren völlige Beseitigung zu vereinigen.


Wenn die Revolution erfolgreich ist haben die Kapitalisten überhaupt keine Macht mehr, verlieren doch ihr ganzes Kapital, sind also keine Kapitalisten mehr, auch wenn sie weiterhin gerne welche sein wollen würden.

Lenin hat geschrieben:
Die Herrschaft der Bourgeoisie stürzen kann nur das Proletariat als besondre Klasse, deren wirtschaftliche Existenzbedingungen es darauf vorbereiten, ihm die Möglichkeit und die Kraft geben, diesen Sturz zu vollbringen. Während die Bourgeoisie die Bauernschaft und alle kleinbürgerlichen Schichten zersplittert und zerstäubt, schließt sie das Proletariat zusammen, einigt und organisiert es. Nur das Proletariat ist – kraft seiner ökonomischen Rolle in der Großproduktion – fähig, der Führer ALLER werktätigen und ausgebeuteten Massen zu sein, die von der Bourgeoisie vielfach nicht weniger, sondern noch mehr ausgebeutet, geknechtet und unterdrückt werden als die Proletarier, aber zu einem selbständigen Kampf um ihre Befreiung nicht fähig sind.


Ich kenne nur 2 Klassen, Kapitalisten und Lohnabhängige plus eben die Zwischenschicht, die aber zunehmend keine Rollle mehr spielt. Dieser Lenin ist aus einer anderen Zeit, ich verstehe ihn nicht.

Marx hat geschrieben:
Diese Exekutivgewalt mit ihrer ungeheuern bürokratischen und militärischen Organisation, mit ihrer weitschichtigen und künstlichen Staatsmaschinerie, ein Beamtenheer von einer halben Million neben einer Armee von einer andern halben Million, dieser fürchterliche Parasitenkörper, der sich wie eine Netzhaut um den Leib der französischen Gesellschaft schlingt und ihr alle Poren verstopft, entstand in der Zeit der absoluten Monarchie, beim Verfall des Feudalwesens, den er beschleunigen half.“ Die erste französische Revolution entwickelte die Zentralisation, „... aber zugleich den Umfang, die Attribute und die Handlanger der Regierungsgewalt. Napoleon vollendete diese Staatsmaschinerie. Die legitime Monarchie und die Julimonarchie fügten nichts hinzu als eine größere Teilung der Arbeit ...“


Das Marx selber nicht versteht, dass der bürgerliche Staat eben nicht bloß'Parasit ist wie der Staat der Monarchen, sondern die herrschende Klasse auf ihre Weise auch produktiv ist, ist schade. Produktiv natürlich nur darin, die Macht des Staates weiter auszubauen, der natürlich ein Klassenstaat ist.
Der GS ist da weiter. Ich denke die Ansichten des historsichen Sozialismus über den Staat sind veraltet, mich überzeugt es jedenfalls nicht. Als ob sich ein bürgerlicher Staat im Hinterzimmer von Freimaurern und Illuminaten gelenkt wird, die alle Posten mit ihren Akolyten besetzen :lol: Oder was will er damit sagen, dass überall Fäden gesponnen werden, alle Beamte bestochen sind usw?

Lenin hat geschrieben:
In diesen großartigen Ausführungen macht der Marxismus im Vergleich zum Kommunistischen Manifest einen gewaltigen Schritt vorwärts. Dort wird die Frage des Staates noch äußerst abstrakt, in ganz allgemeinen Begriffen und Wendungen behandelt. Hier wird die Frage konkret gestellt, und es wird eine äußerst genaue, bestimmte, praktisch-greifbare Schlußfolgerung gezogen: Alle früheren Revolutionen haben die Staatsmaschinerie vervollkommnet, aber man muß sie zerschlagen, zerbrechen.


Das aber sehe ich so ein, der letzte Satz gilt bis heute!

Lenin hat geschrieben:
Marx hat geschrieben:
„Die Kommune bildete sich aus den durch allgemeines Stimmrecht in den verschiedenen Bezirken von Paris gewählten Stadträten. Sie waren verantwortlich und jederzeit absetzbar. Ihre Mehrzahl bestand selbstredend aus Arbeitern oder anerkannten Vertretern der Arbeiterklasse ...

Die Polizei, bisher das Werkzeug der Staatsregierung, wurde sofort aller ihrer politischen Eigenschaften entkleidet und in das verantwortliche und jederzeit absetzbare Werkzeug der Kommune verwandelt. Ebenso die Beamten aller andern Verwaltungszweige. Von den Mitgliedern der Kommune an abwärts, mußte der öffentliche Dienst für Arbeiterlohn besorgt werden. Die erworbnen Anrechte und die Repräsentationsgelder der hohen Staatswürdenträger verschwanden mit diesen Würdenträgern selbst ... Das stehende Heer und die Polizei, die Werkzeuge der materiellen Macht der alten Regierung einmal beseitigt, ging die Kommune sofort darauf aus, das geistliche Unterdrückungswerkzeug, die Pfaffenmacht, zu brechen ... Die richterlichen Beamten verloren jede scheinbare Unabhängigkeit, ... sie sollten ... fernerhin gewählt, verantwortlich und absetzbar sein.“ [17]


Die zerschlagene Staatsmaschinerie wurde also von der Kommune scheinbar „nur“ durch eine vollständigere Demokratie ersetzt: Beseitigung des stehenden Heeres, vollkommene Wählbarkeit und Absetzbarkeit aller Amtspersonen. In Wirklichkeit jedoch bedeutet dieses „nur“, daß im riesigen Ausmaß die einen Institutionen durch Institutionen prinzipiell anderer Art ersetzt wurden. Hier ist gerade einer der Fälle des „Umschlagens von Quantität in Qualität“ wahrzunehmen: Die mit dieser denkbar größten Vollständigkeit und Folgerichtigkeit durchgeführte Demokratie verwandelt sich aus der bürgerlichen Demokratie in die proletarische, aus dem Staat (= einer besonderen Gewalt zur Unterdrückung einer bestimmten Klasse) in etwas, was eigentlich kein Staat mehr ist.


Na wenn das kein Grund ist korrupt zu sein, wenn ich eh kein Gehalt zu verlieren habe, wenn ich mein Pöstchen verlier.

Lenin hat geschrieben:
Es ist immer noch notwendig, die Bourgeoisie und ihren Widerstand niederzuhalten. Für die Kommune war das ganz besonders notwendig, und eine der Ursachen ihrer Niederlage bestand darin, daß sie das nicht entschlossen genug getan hat. Aber das unterdrückende Organ ist hier schon die Mehrheit und nicht, wie dies bisher immer, sei es unter der Sklaverei, der Leibeigenschaft oder der Lohnsklaverei der Fall war, die Minderheit der Bevölkerung. Wenn aber die Mehrheit des Volkes selbst ihre Bedrücker unterdrückt, so ist eine „besondre Repressionsgewalt“ schon nicht mehr nötig! In diesem Sinne beginnt der Staat abzusterben. An Stelle besonderer Institutionen einer bevorzugten Minderheit (privilegiertes Beamtentum, Offizierskorps des stehenden Heeres) kann das die Mehrheit selbst unmittelbar besorgen, und je größeren Anteil das gesamte Volk an der Ausübung der Funktionen der Staatsmacht hat, um so weniger bedarf es dieser Macht.


Aha. Und wie soll die Pariser Kommune durch die Unterdrückung der Bourgosie innerhalb ihrer Kommune das von außen anrückende Militär aufhalten? non sequitur.

Lenin hat geschrieben:
Nicht eine parlamentarische, sondern eine arbeitende Körperschaft“ – das ist den modernen Parlamentariern und parlamentarischen „Schoßhündchen“ der Sozialdemokratie direkt ins Stammbuch geschrieben! Man sehe sich ein beliebiges parlamentarisch regiertes Land an, von Amerika bis zur Schweiz, von Frankreich bis England, Norwegen u.a.: die eigentlichen „Staats“geschäfte werden hinter den Kulissen abgewickelt und von den Departements, Kanzleien und Stäben verrichtet. In den Parlamenten wird nur geschwatzt, speziell zu dem Zweck, das „niedere Volk“ hinters Licht zu führen. Das ist so wahr, daß sich selbst in der russischen Republik, in der bürgerlich-demokratischen Republik sofort, noch bevor sie Zeit fand, ein richtiges Parlament zu schaffen, alle diese Sünden des Parlamentarismus geltend machten. Solche Helden des modrigen Spießbürgertums wie die Skobelew und Zereteli, Tschernow und Awksentjew haben es zuwege gebracht, auch die Sowjets nach dem Vorbild des schäbigsten bürgerlichen Parlamentarismus zu versauen, sie in bloße Schwatzbuden zu verwandeln. In den Sowjets hauen die Herren „sozialistischen“ Minister die vertrauensseligen Bäuerlein mit Phrasen und Resolutionen übers Ohr. In der Regierung wird ein ewiger Tanz aufgeführt, einerseits, um der Reihe nach möglichst viele Sozialrevolutionäre und Menschewiki „an die Krippe“ gut bezahlter und ehrenvoller Posten zu setzen, und anderseits, um die „Aufmerksamkeit“ des Volkes „zu beschäftigen“. In den Kanzleien, in den Stäben wird inzwischen „Staats“arbeit „geleistet“!


Es ist noch nichtmal ganz falsch, die bürgerlichen Parlamente der Phrasologie zu bezichtigen. Eine gute Analyse ist das allerdings nicht. Die Parlamentarier reden dauernd um den heißen Brei herum, weil sie es sich nicht leisten können die Wahrheit zu sagen und bezichtigen sich gegenseitig des Versagens oder auch manchmal der Korruption weil sie um den gleichen Posten konkurrieren. Ja, auch die Gesetze werden teilweise von Sachverständigen %D geschrieben.

Natürlich machen sie am Ende auch eine ähnliche Politik, aber das liegt daran, dass sie alle denselben "Sachzwängen" folgen. Das Volk wird nicht hinters Licht geführt, im Gegenteil, dass hier nur das Interesse der Wirtschaft zählt ist inzwischen jedem Proleten geläufig.
Und trotzdem machen alle mit!

Lenin hat geschrieben:
Ein geistreicher deutscher Sozialdemokrat der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bezeichnete die Post als Muster sozialistischer Wirtschaft. Das ist durchaus richtig. Gegenwärtig ist die Post ein Betrieb, der nach dem Typ des staatskapitalistischen Monopols organisiert ist. Der Imperialismus verwandelt nach und nach alle Trusts in Organisationen ähnlicher Art. Über den „einfachen“ Werktätigen, die schuften und darben, steht hier die gleiche bürgerliche Bürokratie. Doch der Mechanismus der gesellschaftlichen Wirtschaftsführung ist hier bereits fertig vorhanden. Man stürze die Kapitalisten, man breche mit der eisernen Faust der bewaffneten Arbeiter den Widerstand dieser Ausbeuter, man zerschlage die bürokratische Maschinerie des modernen Staates – und wir haben einen von dem „Schmarotzer“ befreiten technisch hochentwickelten Mechanismus vor uns, den die vereinigten Arbeiter sehr wohl selbst in Gang bringen können, indem sie Techniker, Aufseher, Buchhalter anstellen und ihrer aller Arbeit, wie die Arbeit aller „Staats“beamten überhaupt, mit dem Arbeiterlohn bezahlen. Das ist eine konkrete, praktische Aufgabe, die in bezug auf alle Trusts sofort ausführbar ist, wobei die Werktätigen von der Ausbeutung befreit und die Erfahrungen verwertet werden, die bereits die Kommune (insbesondere auf dem Gebiet des Staatsaufbaus) praktisch zu machen begann.

Unser nächstes Ziel ist, die gesamte Volkswirtschaft nach dem Vorbild der Post zu organisieren, und zwar so, daß die unter der Kontrolle und Leitung des bewaffneten Proletariats stehenden Techniker, Aufseher, Buchhalter sowie alle beamteten Personen ein den „Arbeiterlohn“ nicht übersteigendes Gehalt beziehen. Das ist der Staat, das ist die ökonomische Grundlage des Staates, wie wir sie brauchen. Das wird uns die Beseitigung des Parlamentarismus und das Beibehalten der Vertretungskörperschaften bringen, das wird die arbeitenden Klassen von der Prostituierung dieser Körperschaften durch die Bourgeoisie befreien.


Klingt fast wie: Wir schaffen den Lohn ab, jeder kriegt ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ja, warum nicht. Wobei das Geld schnell abgeschafft gehört, schgließlich braucht man kein Geld in einer Planwirtschaft.

Lenin hat geschrieben:
Nun, wenn aber das Proletariat und die arme Bauernschaft die Staatsgewalt in ihre Hände nehmen, sich vollkommen frei in Kommunen organisieren und das Wirken aller Kommunen vereinigen, um das Kapital zu schlagen, den Widerstand der Kapitalisten zu brechen und das Privateigentum an den Eisenbahnen, Fabriken, an Grund und Boden usw. der gesamten Nation, der gesamten Gesellschaft zu übertragen – wird das etwa kein Zentralismus sein? Wird das nicht der konsequenteste demokratische Zentralismus sein? Und dazu noch proletarischer Zentralismus?


Staat nein, aber Nation ja? Die Nation ist doch die ideologische Ausgeburt des Staates!

Soweit erstmal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 1. Dez 2019, 20:45 
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Ipsissimus des Fnorums
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2. Hälfte von Lenins Staat und Revolution

Der zweiten Hälfte von Lenins Staat und Revolution kann ich insgesamt mehr abgewinnen als der ersten.

Lenin grenzt sich von Anarchisten und Sozialdemokraten ab.

Die Polemik gegen die Sozialdemokraten fällt detailierter aus, ihnen wirft er im wesentlichen vor, dass sie den bürgerlichen Staat nicht erobern wollen, um ihn abzuschaffen, sondern ihn aus Dummheit oder Opportunismus beibehalten wollen.
Der bürgerliche Staat dient jedoch ausschließlich den Zwecken des Kapitals, somit ist ihr Programm Verrat am Proletariat.

Den Anarchisten wirft er vor, dass sie nicht einsehen das man die Staatsgewalt ersteinmal erobern muss, bevor man sie abschaffen kann. Außerdem sind die Antiautoritären und Autonomen (es gab sie schon damals) zu doof zu erkennen, dass sie sich schon zu irgendeinem gemeinsamen Programm bekennen müssen, wenn sie eine politische Größe werden wollen.

Lenin stellt sich vor, die Macht des bürgerlichen Staates dafür zu nutzen, ihn überflüssig zu machen, also die Klassengegensätze aufzulösen, für deren Regelung es ihn braucht. Das wäre dann die "wahre" Demokratie, die zugleich die Demokratie überflüssig macht, weil es das große gemeinsame Ganze in Form des Staates nicht mehr gibt.
Vorstellen kann ich mir dies inzwischen, eben weil die Arbeit im Sozialismus nicht wie im Kapitalismus dazu dient unendliche Machtmittel anzuhäufen, sondern ein Ende kennt, sobald ihr Zweck erreicht ist.

Erkennt man nun, wie ich oben, dass die Sache des Staates in der Hauptsache nicht die Regelung der Klassengegensätze ist, sondern die Sache des Kapitals ist, dessen Lebensmittel es ist, ergeben sich an dem Programm einige Korrekturen, grundsätzlich aber ist die Abschaffung des Staates durch sich selbst denkbar.

Allerdings nicht wie Engels meint, indem man das Geld beibehält. Schließlich ist das Geld wertlos, sobald die Kommunisten die Macht haben, weil das Kapital außer Landes flieht, also auch das Geld dieses Staates meidet.
Man werfe mal einen Blick nach Venezuela, was passiert, wenn man heutzutage den Staat als große Umverteilungsmaschine nutzt, ohne das Kapital überhaupt abzuschaffen.

Lenins Programm zum Übergang bedarf also der Korrektur, seine Polemiken gegen Nicht-Kommunisten sind allerdings noch heute gültig!

Was mich etwas stört, ist das Lenin etwas unpräzise mit seinen Begrifflichkeiten ist. Warum von "wahrer" Demokratie sprechen, wenn man die Demokratie mitsamt dem bürgerlichen Staat loswerden will?

edit: Ganz vergessen. Lenin ist sogar Demokratiefan, indem Sinne, dass er in der Demokratie einen Hebel zum Sozialismus sieht. Nun haben sich die Demokratien bisher als resistent gegenüber dem Sozialismus erwiesen, insbesondere ist Demokratie unvertrennbar mit dem westlichen Imperialismus verknüpft. Sachargumente, warum Demokratie nur sehr wenige Mittel für kommunistische Umtriebe bereit hält, liefert das bereits besprochene Buch vom GS - "Demokratie, die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft".

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 2. Dez 2019, 09:18 
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fehlgeleitet hat geschrieben:
Den Anarchisten wirft er vor, dass sie nicht einsehen das man die Staatsgewalt ersteinmal erobern muss, bevor man sie abschaffen kann.
Mittlerweile stimme ich ihn da zu. Umgekehrt möchte ich aber an vielen Kommunisten kritisieren, daß sie die Staatsgewalt halt nicht irgendwann abschaffen möchten, zumindest scheint mir das so.

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ganz vergessen. Lenin ist sogar Demokratiefan, indem Sinne, dass er in der Demokratie einen Hebel zum Sozialismus sieht. Nun haben sich die Demokratien bisher als resistent gegenüber dem Sozialismus erwiesen, insbesondere ist Demokratie unvertrennbar mit dem westlichen Imperialismus verknüpft. Sachargumente, warum Demokratie nur sehr wenige Mittel für kommunistische Umtriebe bereit hält, liefert das bereits besprochene Buch vom GS - "Demokratie, die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft".
Ich glaube, man muss das aber unterscheiden zwischen bürgerlicher Demokratie (und da halt auch noch mal in Theorie und Praxis, aber die Unterscheidung ist hier weniger relevant) und (ausgewählten) demokratischen Grundprinzipien, die auch in sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Kontexten noch sinnvoll sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lesekreis: Das Kapital
BeitragVerfasst: 2. Dez 2019, 12:44 
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Ipsissimus des Fnorums
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Bwana Honolulu hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Den Anarchisten wirft er vor, dass sie nicht einsehen das man die Staatsgewalt ersteinmal erobern muss, bevor man sie abschaffen kann.
Mittlerweile stimme ich ihn da zu. Umgekehrt möchte ich aber an vielen Kommunisten kritisieren, daß sie die Staatsgewalt halt nicht irgendwann abschaffen möchten, zumindest scheint mir das so.

fehlgeleitet hat geschrieben:
Ganz vergessen. Lenin ist sogar Demokratiefan, indem Sinne, dass er in der Demokratie einen Hebel zum Sozialismus sieht. Nun haben sich die Demokratien bisher als resistent gegenüber dem Sozialismus erwiesen, insbesondere ist Demokratie unvertrennbar mit dem westlichen Imperialismus verknüpft. Sachargumente, warum Demokratie nur sehr wenige Mittel für kommunistische Umtriebe bereit hält, liefert das bereits besprochene Buch vom GS - "Demokratie, die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft".
Ich glaube, man muss das aber unterscheiden zwischen bürgerlicher Demokratie (und da halt auch noch mal in Theorie und Praxis, aber die Unterscheidung ist hier weniger relevant) und (ausgewählten) demokratischen Grundprinzipien, die auch in sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Kontexten noch sinnvoll sind.


Die Frage ist natürlich, wie man überhaupt soetwas Rechte organisieren will, wenn man den Rechtsstaat los ist :-)
Im bürgerlichen Staat sind Rechte dazu da, dass die Bürger ihre Konkurrenz untereinander in geordneten Bahnen austragen. Dieser Zweck fällt im Kommunismus natürlich weg, weil wir ja nicht mehr konkurrieren.

Natürlich gibt es auch im Kommunismus Arschlöcher, aber gegen ihr individuelles Arschlochtum kann man ja direkt vorgehen, indem man sie mal am Schlafittchen packt. Wenn alle sich wie Arschlöcher verhalten, dann funktioniert es eben nicht.

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